News

LOKAL

Feierliches „Ich gelobe“ in Nötsch im Gailtal

25.05.2016
LH Kaiser: „Österreichisches Bundesheer nimmt wieder besonderen Stellenwert ein“ – Freude über Mehrbudget stand auch bei Angelobungsreden im Mittelpunkt
„Ich gelobe“ hallte es heute, Mittwoch, von 458 Rekruten aus Villach, Lienz, Spittal/Drau und Klagenfurt über den Sportplatz Dobratsch Arena. Das Militärkommando Kärnten führte in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Nötsch im Gailtal und dem Führungsunterstützungsbataillon 1 diese Angelobung durch. Dabei legten die im April und Mai eingerückten Rekruten in Anwesenheit von Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil und Landeshauptmann Peter Kaiser ihr ganz persönliches Versprechen auf die Republik Österreich und auf die Demokratie ab.

Dank des Mehrbudgets von 1,3 Milliarden Euro das der Verteidigungsminister mit dem Finanzministerium ausverhandelt hat, habe Kaiser seit langem wieder das Gefühl, dass das Österreichische Bundesheer einen besonderen Stellenwert einnehme. Und das in einer Zeit, in der das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit besonders häufig zitiert werde. Der Landeshauptmann bedankte sich dafür, dass die Bleiburger Goiginger Kaserne nun nicht mehr länger in Frage gestellt werde, dass der für den Katastrophenschutz in Kärnten so bedeutende Hubschrauberstützpunkt wieder eingerichtet werde, und auch dafür, dass die Verantwortung der Landesmilitärkommanden wieder gestärkt werde. Als Kunstliebhaber freue er sich aber auch ganz besonders über die Pläne, die Militärmusik aufzuwerten. „Den Rekruten wünsche ich eine positive Zukunft, viele Übungen und wenig ernsthafte Einsätze“, richtete sich Kaiser schließlich persönlich an die Soldaten.

„Ich bin sehr froh, dass ich in Kärnten so freundlich empfangen wurde“, freute sich Doskozil in seiner Rede. Es gäbe mehrere Bereiche in die das Mehrbudget investiert werden solle. „Wesentlich ist es aber, den Soldaten eine gute Ausrüstung zur Verfügung stellen zu können“, betonte er. Er hoffe, dass die jungen Soldaten das Gefühl der Kameradschaft erleben und in ihr weiteres berufliches und privates Leben mitnehmen werden können. Wohl auch in Hinsicht auf seinen Plan, ein neues Verständnis für den Heeresberuf schaffen zu wollen, betonte er in seiner Rede: „Ich wünsche mir natürlich auch, dass der eine oder andere bleibt. Denn wir sind ein guter Arbeitgeber.“

Voll des Lobes für den Verteidigungsminister zeigte sich Bgdr. Walter Gitschthaler, Militärkommandant von Kärnten. Bezugnehmend auf das Mehrbudget von 1,3 Milliarden Euro sprach er von einem Wunder – ein Wunder das den Namen Doskozil trage. Niemand könne hundertprozentige Sicherheit gewährleisten, das Bundesheer leiste aber einen wesentlichen Beitrag dazu. Das habe man nicht zuletzt bei der unterstützenden Funktion in der Bewältigung der Flüchtlingskrise unter Beweis gestellt. „Die Soldaten hatten es in Österreich in den vergangenen Monaten und Jahren nicht leicht. Aber jetzt macht sich eine Aufbruchsstimmung bemerkbar“, freute sich der Militärkommandant spürbar über die bevorstehende Aufwertung des Bundesheeres.

Auf der Ehrengästetribüne hatten unter vielen anderen LT-Präsident Reinhart Rohr, LAbg. Roland Zelloth, der Nötscher Bürgermeister Alfred Altersberger mit zahlreichen Amtskollegen, Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik, sein Stellvertreter Rudolf Robin sowie zahlreiche weitere hohe Vertreter von Kärntner Blaulichtorganisationen Platz genommen. Den geistlichen Teil der Angelobung gestalteten der katholische Militärdekan Emanuel Longin und der evangelische Militärdekan Michael Mathiasek.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Höher