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POLITIK

Geförderter Wohnbau: Normen vereinfachen und angleichen

06.06.2016
LHStv.in Schaunig: Wohnbaureferenten wollen Normendschungel durchforsten und mit Best-Practice-Beispielen Kosten reduzieren - Warnung vor Freihandelsabkommen CETA
Auf eine Vielzahl wichtiger Beschlüsse einigten sich die Wohnbaureferentinnen und Wohnbaureferenten der Bundesländer bei ihrer jüngsten Tagung. Gemeinsame Zielsetzung der Beschlüsse ist die Schaffung von qualitätsvollem und leistbarem Wohnraum.

„Ein wichtiger Aspekt dabei sind Normen und Vorschriften“, erläuterte, heute, Montag, Wohnbaureferentin Gaby Schaunig. Daher sprachen sich die Referenten bei ihrer Konferenz dabei aus, die Normen erheblich zu vereinfachen, die Normungsarbeit transparenter zu gestalten und Normen so verständlich zu formulieren, dass sie zu einer Reduktion von Kosten beitragen. „Darüber hinaus werden wir eine gemeinsame Arbeitsgruppe einrichten, die einen Vergleich der Bauvorschriften der einzelnen Bundesländer vornehmen soll, um allfällige Kostenreduktionsmöglichkeiten zu erheben und mit Best-Practice-Modellen auch umzusetzen“, so Schaunig. Dies fällt unter die generelle Zielsetzung der Zukunftskoalition nach Verwaltungsvereinfachung und Entbürokratisierung.

Intensiv diskutiert haben die Wohnbaureferentinnen und -referenten zudem die Gefahren für den gemeinnützigen Wohnbau durch das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada (Comprehensive Economic and Trade Agreement). „Wir stehen dem Abschluss des Abkommens kritisch gegenüber und fordern insbesondere ein, dass für den allfälligen Abschluss das Modell des geförderten Wohnbaus auszunehmen ist“, so Schaunig. Der geförderte Wohnbau sei eine Voraussetzung für die Entwicklung von sicherer und preisangemessener Wohnversorgung. Qualitätsvolles und leistbares Wohnen sei für alle Menschen zu garantieren und Aufgabe sozialer Politik. „Dies gilt für die Kommunen, die Regionen und die EU-Mitgliedsstaaten, weshalb allen Gefahren, die sich dem vorbildhaften österreichischen Modell des gemeinnützigen Wohnbaus stellen könnten, entgegenzuwirken ist“, betonte Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger