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Kärntner Gründer geben Gas

06.06.2016
LR Benger: Drei Kärntner Projekte erhalten Mittel aus Förderprogramm „Gründung am Land“ – Ein Viertel aller österreichweiten Anträge kam aus Kärnten
„Kärntens Gründer geben Gas. Wir tun alles, um in jungen, kreativen Köpfen den Gründergeist zu entfachen. Mit dem Programm ‚Gründung am Land‘ hat der Bund eine neue Investitionsförderung geschaffen. Drei Kärntner Projekte wurden ausgewählt“, berichtet heute, Montag, Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Mit der Investitionsförderung von jeweils bis zu 50.000 Euro für kreative Ideen im ländlichen Raum verstärken das Bundesministerium für Wirtschaft, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und die Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) das Förderangebot.

„Wir setzen bewusst den Schwerpunkt auf Kreativwirtschaft und Startups, weil sie für die Entwicklung der traditionellen Wirtschaft unentbehrlich sind und weil für ihre Unternehmen die Standortfrage sekundär ist. Daher ist dieses Segment auch wesentlich für den ländlichen Raum“, weist Benger hin. Vorarlberg sei hier Vorreiter in Österreich und habe es geschafft, den Brain-Drain umzukehren und den ländlichen Raum mit den jungen Unternehmen zu stärken. „Ein doppelter Effekt, den wir nutzen müssen. Ich will, dass die besten Köpfe ihre Chance in Kärnten haben“, streicht Benger hervor. Generell hat es für ihn oberste Priorität, den Jungen eine Perspektive am Land zu geben, um der Abwanderung entgegenzuwirken. „Intakte regionale Wirtschaftskreisläufe sind das wichtige Fundament für unsere Wirtschaft.

Aus den insgesamt 94 österreichweiten Anträgen für „Gründung am Land“ hat eine Expertenjury nun die besten 18 Projekte ausgewählt. Ein Viertel der 94 Anträge für das Förderprogramm kamen aus Kärnten. Jetzt erhielten drei der Kärntner Projekte den Zuschlag. Die jungen Unternehmen bzw. Gründerinnen und Gründer erhalten eine Investitionsförderung von jeweils bis zu 50.000 Euro. Die drei Kärntner Projekte sind: go-e GmbH aus Feldkirchen (Entwickelt wird der ONwheel powered by go-e, ein umweltfreundlicher Zusatzmotor für Fahrräder), Marcel Mild aus Kühwegboden (Der Livingcontainer wandelt gebrauchte 40 Fuß-Hochseecontainer zu autonomen Mikrowohnungen mit 25 Quadratmeter Wohnfläche nach den derzeitig gültigen Bauvorschiften um), TC Software und Service GmbH aus Kleinedling (Entwicklung eines Systems zur mobilen Erfassung von Arbeitszeiten, speziell für den Einsatz an Orten mit schwierigen Arbeitsbedingungen z.B. auf Baustellen).

Das Programm „Gründung am Land“ konzentriert sich auf technisch-innovative Projekte mit wirtschaftlichem Mehrwert in den Regionen. Es ist ein wichtiger Meilenstein der österreichischen Gründerland-Strategie. Bis 2020 soll es dadurch 50.000 Neugründungen geben und 100.000 neue Arbeitsplätze sollen in Österreich geschaffen werden. Für Kärnten bedeutet das 7.000 neue Jobs durch Startups und Co.

„Gründung am Land“ richtet sich an Projekte in der Gründungsphase sowie an bestehende Unternehmen der Region, die höchstens fünf Jahre alt sind. Insgesamt können über das Programm in den nächsten vier Jahren rund vier Millionen Euro abgerufen werden. Etwa die Hälfte der Mittel werden von der Europäischen Union im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014 - 2020 bereitgestellt. Die Projekte müssen dem Innovationsanspruch „neu in der Region oder zumindest signifikant besser“ entsprechen.

Weitere Informationen auf www.awsg.at/GruendungamLand


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm