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Kärnten begrüßt Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18

08.06.2016
LH Kaiser und LHStv.in Prettner: Zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen sollen Jugendarbeitslosigkeit weiter eindämmen - Ausbildungspflicht mit positiver Motivation, zusätzlichen Angeboten vom Papier in Praxis umsetzen

Positiv bewerten Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Sozial- und Jugendreferentin LHStv.in Beate Prettner die gestern, Dienstag, im Ministerrat beschlossene Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18 Jahre.

„Mit einer Ausbildungspflicht sicherzustellen, dass in unserem Bildungssystem zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche stattfinden, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um der in Kärnten zuletzt bereits zurückgegangenen Jugendarbeitslosigkeit mit noch besseren Rezepten zu begegnen“, betonte heute, Mittwoch, Kaiser. Er sieht in der Ausbildungspflicht eine Aufwertung des derzeitigen Systems. Gleichzeitig müsse jedoch sichergestellt werden, dass dieses Modell nicht nur am Papier, sondern auch in der Praxis verankert wird, indem die für eine erfolgreiche Umsetzung notwendigen Angebote zur Verfügung gestellt werden, um die Ausbildungspflicht auch lebbar zu machen, stellen Kaiser und Prettner unisono klar.

„Neben einer Ausweitung der Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote für die Jugendlichen wird es auch entsprechend motivierende Begleitschritte brauchen, um das System mit Leben zu befüllen. Ein Abstrafen bei Nichteinhalten der Ausbildungspflicht ist da zu kurz gegriffen. Positive Verstärkung der sich neu bietenden Chancen auf allen Ebenen, von der Schule, über das Elternhaus bis hin zum AMS, sollte das Erfolgsrezept werden“, will Prettner die Ausbildungspflicht nicht als Straf-, sondern als Zukunftsmodell für Berufserfolg verstanden wissen.

Als begleitendes Modell für Jugendliche, das durch persönliche Ansprache und direkte Kontaktaufnahme ein Leitfaden durch die Ausbildung bis hin zu Volljährigkeit sein kann, sei die Ausbildungspflicht sowohl sozial-, als auch arbeitsmarktpolitisch ein zukunftsträchtiger Ansatz. „Unseren Jugendlichen alle Möglichkeiten offen zu halten und sie an ein erfolgreiches, eigenständiges Erwachsenenleben heranzuführen ist das erklärte Ziel“, so Kaiser und Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger