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"Stopp Littering" - Umweltbewusstsein macht Schule

13.06.2016
LR Holub, LSR-Präs. Altersberger, Bergwacht-Chef Leitner: Mit gemeinsamer Aktion Bewusstsein der Jüngsten schärfen
Fünf Jahre belastet ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel die Umwelt, vier Jahre sind es bei einem Papiertaschentuch. Mit „Stopp Littering“ (Anm.: littering=Vermüllung) sagen das Land Kärnten, die Bergwacht und der Landesschulrat der Vermüllung unserer Natur den Kampf an. Gemeinsam mit LSR-Präsident Rudolf Altersberger und Bergwacht-Landesleiter Johannes Leitner gab Umweltlandesrat Rolf Holub heute, Montag, den Startschuss zu einer Kampagne, die in Schulen das Bewusstsein der Kinder schärfen und damit auch das Verhalten deren Eltern verändern soll.

„Wir haben eine Gesellschaft erfunden, die ganze Müllberge produziert. Das muss wieder rückgängig gemacht werden“, nannte Holub im Rahmen jener Pressekonferenz, in der das Projekt vorgestellt wurde, einen Beweggrund für die Kampagne. 100 Tonnen „Littering“-Müll, also Zigarettenstummel, Getränkedosen, Papiertaschentücher und ähnlicher „kleiner Unrat“ werden jährlich allein bei den Flurreinigungsaktionen der Gemeinden gesammelt. 500 Tonnen sind es entlang der Landesstraßen, 400 Tonnen entlang der Bundesstraßen. Für die Kampagne sei deshalb laut Holub vorerst auch kein Ende absehbar. In über 200 Schulen werden in einem ersten Schritt 2.500 Plakate und Flyer platziert. Gleichzeitig soll das Thema der Vermüllung auch von den Lehrerinnen und Lehrern angesprochen werden. 38 Einsatzleiter der Bergwacht werden zudem in Bildungseinrichtungen unterwegs sein um bei den jungen Menschen das Bewusstsein zu schulen.

„Wir wollen versuchen den Umweltgedanken bei den Jüngsten zu manifestieren und hoffen natürlich, auf diesem Weg auch die Erwachsenen zu erreichen“, so Leitner. Ihm sei es besonders wichtig, dass das Projekt kein Strohfeuer werde, sondern nachhaltig wirke. „Schließlich sollen sich in unserem Land Touristen, aber natürlich auch wir selbst wohlfühlen“, sagte der Bergwacht-Landesleiter in Hinsicht auf den erhofften Effekt.

Altersberger weiß: „In das Unterrichtsprinzip der Nachhaltigkeit passt dieses Kampagne hervorragend hinein.“ Erfolgversprechend sei es allemal. „Schließlich startete auch die Mülltrennung vor mehr als 20 Jahren in den Klassenzimmern“, erinnert sich der LSR-Präsident gerne zurück. Er sieht die aktuelle Aktion auch als Ansatz gegen die Wegwerfgesellschaft in der wir leben. Folgeprojekten stehe er deshalb offen gegenüber.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/ Landesschulrat für Kärnten