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WIRTSCHAFT

"Standortkoordination“ des Landes bringt Effizienzsteigerung bei Industriebetrieben

13.06.2016
LH Kaiser, LR Benger, LR Holub: Standortkoordinatoren arbeiten künftig an Schnittstellen innerhalb der Verwaltung und mit Wirtschaft – Ziel: Effizienzsteigerung durch verbesserte Koordination und Information

Die Effizienz in der Verwaltung zu steigern, Verfahren zu beschleunigen, ist eine immer wieder gestellte Forderung seitens der Wirtschaft. Das Land Kärnten ist jetzt aktiv dabei Abläufe zu beschleunigen und die Koordination und Information mit den Betrieben zu optimieren. Dazu wird seitens des Landes eine „Standortkoordination“ eingerichtet. Die Auftakt-Präsentationsveranstaltung „Standortkoordination“ fand heute, Montag in der Wirtschaftskammer Kärnten in Klagenfurt statt. Land Kärnten, Wirtschaftskammer Kärnten und Industriellenvereinigung luden dazu ein.

Im Auftrag von Landeshauptmann Peter Kaiser wurden bereits Arbeitsgruppen eingerichtet, bestehend aus Experten des Landes und der Wirtschaftskammer, die mögliche Erleichterungen für Unternehmer erreichen sowie Verordnungen und Gesetze auf Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit prüfen und durchforsten sollen. „Ziel ist es, den Betrieben durch Vereinfachungen und weniger Bürokratie zu helfen“, so der Landeshauptmann.

Seitens des Regierungskollegiums nahmen an der Auftaktveranstaltung Wirtschaftsreferent LR Christian Benger und Umweltreferent LR Rolf Holub teil. Beide Regierungsmitglieder waren sich einig, dass die verbesserte Abstimmung verwaltungsintern sowie zwischen Wirtschaft und Verwaltung ein wichtiger Schritt nach vorne sei. Effektive Informationswege und leistungsfähige Kommunikationsstrukturen werden dazu beitragen, die Effizienz der Verwaltungsverfahren zu steigern.

Benger erinnerte daran, dass auf seine Initiative es vor einem Jahr das erste Arbeitsgespräch gegeben habe, um Behördenverfahren zu vereinfachen. „Ich freue mich, dass wir nun auf dem Weg zum One- Stop-Shop sind, und bin gespannt, wie es auf beiden Seiten ankommt und wie das Ergebnis ausschauen wird“, sagte Benger. Ziel der Regierung sei es, dass Kärnten zum unternehmensfreundlichsten Bundesland werde.

Holub merkte an, dass er, als er in die Regierung kam, ein gewachsenes System vorfand. „Es war verfahren und noch immer wird die Schuld bei Verfahrensverzögerungen weitergeschoben. Ich glaube, dass die Standortkoordination Sinn macht“, so Holub.

Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl bekräftige, dass für die Wirtschaft schnelle Lösungen mit wenigen Reibungsverlusten gefragt seien. Industriellenvereinigungs-Geschäftsführerin Claudia Mischensky begrüßte ebenfalls die Initiative: „Vereinfachung und Verkürzung sind die Topthemen der IV“.

Abteilungsleiter Albert Kreiner (Abteilung 7 - Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur und Mobilität) skizzierte die Aufgaben der Standortkoordinatoren und versicherte, dass keine zusätzliche Bürokratie durch sie entstehe.

Was ist die Standortkoordination? Sie besteht aus einem behördlichen und einem fachlichen Standortkoordinator, die im Tandem sowohl verwaltungsintern als auch für die jeweiligen Betriebe am Standort als Ansprechpartner und Informationsdrehscheibe zur Verfügung stehen. Beim behördlichen Standortkoordinator geht es um die Koordination von Genehmigungs- und Überprüfungsverfahren auf behördlicher Ebene. Der fachliche Standortkoordinator ist die Anlaufstelle für alle fachlichen Angelegenheiten der Betriebe, beide arbeiten in enger Abstimmung zusammen. Den behördlichen Standortkoordinator stellen jeweils die Bezirkshauptmannschaften, für Arnoldstein die Abteilung 7 Die fachlichen Standortkoordinatoren sind Mitarbeiter bzw. Amtssachverständige der Abteilung 8 (Umwelt, Wasser, Naturschutz).

Folgende Betriebe erhalten eine Standortkoordination: W&P Wietersdorf, Donau Chemie Brückl, TIAG Treibach, FunderMax St. Veit, Mondi Frantschach, Villas Fürnitz und BMG, ABRG, Chemson, Tribotec, KRV, Biodiesel und Ökotechna am Standort Arnoldstein.

Der Auftaktveranstaltung, sie wurde von Gerhard Genser (WKK) moderiert, wohnten seitens der Verwaltung u. a. Landesamtsdirektor Dieter Platzer, sein Stellvertreter Markus Matschek, und Abteilungsleiter Harald Tschabuschnig (Abteilung 8 - Umwelt, Wasser und Naturschutz) bei.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Benger, LR Holub, Abt. 7
Redaktion: Michael Zeitlinger/Karl Brunner