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Regierungssitzung 3 - Schritt für Schritt zum Landesmuseum Neu

14.06.2016
LR Benger: Beschlüsse in heutiger Regierungssitzung legen Maßnahmen bis zum Baubeginn fest – Ebenso Lösung für Zentraldepot
Das Landesmuseum Neu ist ein herausragendes, kaum vergleichbares Projekt in Kärnten. Heute, Dienstag, hat die Landesregierung weitere Beschlüsse gefasst, um es umzusetzen. „Vielen geht es zu langsam, einige führen nur eine Personaldiskussion. Ich gehe beim Landesmuseum Neu nach Plan, in professioneller Reihenfolge und nach klarer Spar-Vorgabe vor“, betonte Kulturreferent LR Christian Benger.

Zur Erinnerung: Das ursprüngliche Gesamtprojekt sei mit Kosten von rund 30 Millionen Euro beziffert worden. Auf Grund des Spardrucks sei eine Redimensionierung auf neun Millionen Euro erfolgt. „Wir haben uns an Notwendigkeiten, nicht an Begehrlichkeiten orientiert und können trotzdem ein zukunftsweisendes, nachhaltiges Projekt vorweisen“, so Benger. Das Ziel sei eine nachhaltige Museums-Lösung für die nächsten Jahrzehnte. Im März sei der Architektenwettbewerb für das Rudolfinum als Grundlage für die räumliche Lösung des Museums abgeschlossen worden. Die Gesamtfertigstellung des Rudolfinums könne nach den heutigen Beschlüssen im Frühjahr 2020 erfolgen.

Auch die Vorgansweise für die Depot-Lösung sei heute beschlossen worden. Derzeit befinde sich die Sammlung auf Grund der Wassereintritte im Museum in einem adaptierten Zwischenlager. „Wir wollen den bestehenden Mietvertrag verlängern. Sollte der Eigentümer nicht einverstanden sein, erfolgt ein zweistufiges Ausschreibungsverfahren für ein neues Depot“, erklärte Benger.

Neben der räumlichen Neugestaltung und der Depot-Lösung werde auch das Museums-Gesetz novelliert. „Die Ausgliederung des Museums erfolgte mangelhaft, was mit ein Grund für die heutigen Zustände ist. So gibt es nicht einmal ein Kontrollorgan und andererseits vierfache Zuständigkeiten“, wies Benger hin. Haushalts- und Museumsordnung, die einen reibungslosen Betrieb garantieren, seien ebenfalls nie eingeführt worden. Jetzt liege ein Diskussionsentwurf für die Novelle am Tisch. Wesentlichste Inhalte: Klare Zuständigkeiten, klare Spielregeln, Kontrollinstanzen, eindeutige Vorgaben, weitere Eingliederungen von MMKK, landwirtschaftlichem Museum und dem Blue Cube. „Entscheidend für alle Neuerungen war auch der Rechnungshofbericht, dessen Empfehlungen in alle Maßnahmen jetzt eingeflossen sind“, betonte Benger.

„Zuerst die Hardware, dann die Software, dann das Personal: Wenn die Dinge umgesetzt sind und wir ein modernes Haus übergeben können mit Rahmenbedingungen, die ein konzentriertes Arbeiten möglich machen, erfolgt die Ausschreibung für den neuen Direktor. Ein halbfertiges Projekt wird kaum Bewerber anziehen“, stellte Benger klar.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig