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WIRTSCHAFT

Kärnten präsentiert sich China

16.06.2016
Wirtschaftslandesrat Benger begrüßte hochrangige chinesische Delegation im Rahmen des China Businessforums – Kärnten als Wirtschafts- und Tourismusstandort vorgestellt
Heute, Donnerstag, im Rahmen des Kärntner Exporttages, streckte Kärnten seine Fühler weiter nach Asien aus, um wirtschaftliche wie touristische Möglichkeiten zu erschließen. Wirtschaftslandesrat Christian Benger empfing eine hochrangige chinesische Wirtschaftsdelegation mit Gao Xingle, chinesischer Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel in Österreich, Wang Zhen, Direktor der UNIDO und Li Genxin, Direktor UN CTBTO an der Spitze. Mit dabei waren u. a. auch Unternehmensvertreter von China Shipping (Logistik), China Air, Sun Flower (Solar), der Bank of China und des Telekommunikationsausrüsters ZTE.

„Kärntens Wirtschaft muss wachsen. Eine Variante ist der Export und die zweite Variante ist der Tourismus. So wie die Industrie in Forschung und Entwicklung investiert, so investieren wir im Tourismus in neue Märkte, um mehr Gäste nach Kärnten zu holen“, erklärte Benger. Kärntens Wirtschaft verbucht trotz Wirtschaftskrise und ihrer Nachwirkungen herausragende Leistungen im Export. Jeder zweite Euro wird durch die Außenhandelsbeziehungen erwirtschaftet und über 70.000 Arbeitsplätze in Kärnten werden durch die Exportwirtschaft abgesichert. Mit über einer Milliarde Euro Außenhandelsüberschuss ist Kärnten innerhalb Österreichs eines der führenden Bundesländer.

Im Rahmen des China-Buinessforum, einem Side-Event im Rahmen des Kärntner Exporttages, tauschte man sich über mögliche, gegenseitige wirtschaftliche Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten aus. Zudem gab es eine Standortpräsentation für die Delegation, um ihnen Kärnten und seine Wirtschaft näher zu bringen.

Kärnten sticht durch seine einzigartige Lage als logistisches Drehkreuz im Alpen-Adria-Raum hervor. Im Vorjahr wurden die Bemühungen verstärkt, um Alplog Villach-Fürnitz als Hinterland-Hub für die nordadriatischen Häfen zu positionieren. Der Logistikstandort liegt sowohl an der Baltisch-Adriatischen-Achse (CEE Märkte) als auch an der Tauernachse (Deutschland, Mitteleuropa). Die BABEG und die beiden Gemeinden Villach und Finkenstein sollen die weitere Umsetzung vorantreiben. „Im Gespräch mit China Shipping galt es auszuloten, inwiefern China Interesse an einer Kooperation bzw. Beteiligung an diesem Projekt hat“, berichtete Benger.

Touristisch gilt es, Kärnten auf die Landkarte der Chinesen zu setzen. „Kärnten ist für chinesische Gäste alleine auf Grund der Lage zwischen Wien und Venedig interessant. Ich sehe Salzburg als positives Beispiel, dort wurden die Nächtigungen mit der Marktbearbeitung in China wesentlich erhöht“, hob Benger hervor. Der chinesische Markt werde von der Kärnten Werbung seit Monaten aktiv bearbeitet, 40 Kärntner Hotels seien in einer China-Angebotsgruppe bereits erfasst und konkrete Buchungen seien die Folge. Derzeit laufen auch Verhandlungen mit den größten chinesischen Reiseveranstaltern, Kärnten als Reisedestination aufzunehmen.

Vor allem die Generation zwei in China habe eine heue Europaaffinität und schätze die Natur, die Landschaft. „Seen mit Trinkwasserqualität sind für Chinesen wie ein Märchen aus Tausendundeine Nacht“, beschrieb Benger die Vorteile Kärntens.

Im Gespräch mit Vertretern von China Air wurde eine mögliche Kooperation für den Flughafen Klagenfurt ausgelotet. Kärnten könnte dabei als Ausgangspunkt für die touristische Erkundung Mitteleuropas dienen, bzw. in Kombination mit den chinesischen Reiseveranstaltern Pakete für golfbegeisterte Chinesen schnüren.

Den Abschluss des heutigen Tages bildete ein Besuch des Pyramidenkogels sowie eine Wörthersee-Schifffahrt nach Velden und der Abendempfang im Casino Velden durch Landeshauptmann Peter Kaiser.

Morgen, Freitag, besichtigt die Delegation unter anderem Alplog Fürnitz, nimmt an der Eröffnung der Chinesischen Sonntagsschule in Klagenfurt teil und soll die Qualität der heimischen Golfplätze in St. Georgen am Längsee im Rahmen eines Businessturniers kennenlernen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger