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Landesorden für scheidenden Eishockeyverband-Präsident Dieter Kalt

24.06.2016
LH Kaiser strich Kalts Leistungen als Sportfunktionär und in der Verwaltung als früherer Bezirkshauptmann hervor

Der „Kärntner Landesorden in Silber“ wurde heute, Freitag, von Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser an den scheidenden Präsidenten des Österreichischen Eishockeyverbandes (ÖEHV), Dieter Kalt, verliehen. Mit dem EC KAC wurde Kalt als aktiver Spieler achtmal Österreichischer Meister und noch zweimal als Trainer. Er absolvierte 85 Länderspiele, war bei Olympischen Spielen zweimal als Spieler und achtmal als Funktionär dabei. Seit über 30 Jahren ist er als Sportfunktionär tätig, vor allem auch im Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC). Von 1982 bis zu seiner Pensionierung 2006 war er Bezirkshauptmann von St. Veit an der Glan.

„Es gibt kaum eine Sportpersönlichkeit mit solch einer Bedeutung“, meinte der Landeshauptmann über Kalt, mit dem er bei den Heimspielen des KAC in der Halle direkt hintereinander sitzt. Kalt habe sein als Aktiver erworbenes Wissen seinem geliebten Eishockey weitergegeben und auch viel für die Reputation Österreichs und Kärntens geleistet. Durch von Kalt geholte internationale Bewerbe sei es mehrfach gelungen, einen „Boom“ auszulösen. So hofft Kaiser auch auf Impulse durch die in Kärnten stattgefundene U18-WM-Qualifikation 2016 der Damen. Der Landeshauptmann strich zudem die Leistungen Kalts in der Verwaltung hervor. Auch er persönlich habe mit dem früheren Bezirkshauptmann viele wertvolle Gespräche geführt, die ihn manchmal auch zum Nachdenken oder Umdenken bewegt haben, so Kaiser. Durch den Landesorden erfahre der permanente Einsatz Kalts für andere, für sein Bundesland und die Republik die entsprechende Würdigung.

Kalt dankte vor allem seiner Familie, die immer hinter ihm gestanden sei und für seine Funktionärstätigkeiten Verständnis aufgebracht habe. Er erzählte Anekdoten von den Europapokal-Begegnungen des KAC mit ZSKA Moskau in der Saison 1969/70 und von der Olympiabewerbung „senza confini“ 1999. Als sich Klagenfurt als Austragungsort gemeinsam mit Slowenien und Friaul-Julisch Venetien um die Olympischen Spiele 2006 bemüht haben, seien viele Schranken in den Köpfen beseitigt oder zumindest gelockert worden, meinte Kalt. Durch „senza confini“ sei Vertrauen aufgebaut worden, dass sich dann sehr positiv weiterentwickelt habe. In seiner Funktionszeit hätte Kalt auch gerne noch das Projekt Klagenfurter Eishalle in Umsetzung gesehen. „Ich will mich aber weiterhin dafür einsetzen, meinen, unseren geliebten Sport weiterzubringen“, versicherte der scheidende Verbandspräsident.

Der Präsident des Kärntner Eishockeyverbandes, Wolfgang Ebner, strich Kalts Einsatz für den Nachwuchs und für das „Fairplay“ hervor. Gemeinsam mit dem Landeshauptmann und Landessportdirektor Arno Arthofer überreichte Ebner den Landesorden. Moderiert wurde die Veranstaltung im Spiegelsaal der Landesregierung von ORF-Sportreporter Tono Hönigmann. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Quartett Land Kärnten unter Leitung von Horst Moser.

Unter den vielen Anwesenden waren die Kinder des Geehrten, Nina, Dieter und Lukas sowie die Enkelkinder David und Coco. Gekommen waren auch vom ÖEHV die Vizepräsidenten Siegfried Ledolter und Peter Schramm sowie Geschäftsführer Christian Hartl, KEHV-Vizepräsident und Landesleistungszentrums-Koordinator Wilhelm Dauböck, Günter Leikam vom ASKÖ, Kurt Steiner vom ASVÖ, Karl Schnabl als Leiter des Sportmedizinischen Instituts des Landes Kärnten und Landesamtsdirektor Dieter Platzer.

Dieter Kalt ist Träger des „Sportehrenzeichens in Gold“ (1984), des „Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich“ (1993) und des „Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten“ (1997). Bis 1980 spielte er aktiv Eishockey, war später Schiedsrichter und Trainer. ÖEHV-Präsident ist er seit 1996. In dieser Funktion hat er den Beschluss für ein Bundesleistungszentrum Süd in Kärnten gefasst und damit die Möglichkeit einer Bundesförderung für die notwendige Infrastruktur der Kärntner Eishockeyvereine geschaffen. Durch seinen persönlichen Einsatz hat er u.a. die WM-Qualifikation der U18-Damen im Jahr 2016 nach Kärnten gebracht. Kalt ist Mitglied der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF), der Bundes-Sportorganisation (BSO) und des Österreichischen Spitzensportausschusses. Als Funktionär im ÖOC leitete er u.a. die Untersuchungskommission zu den Dopingvorfällen bei den Olympischen Winterspielen. In den Kärntner Landesdienst ist der Jurist 1970 eingetreten.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just