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Kärntens Tourismus verzeichnet Mai-Übernachtungsplus

24.06.2016
LR Benger: 20.096 Nächtigungen mehr als im Mai 2015 – Zuwachs dem inländischen Gast zu verdanken – Wachstumspotenzial im Hoffnungsmarkt China, 40 Hotels in China-Angebotsgruppe

 Für Tourismuslandesrat Christian Benger ist das Nächtigungs-Plus im Mai in Höhe von 2,6 Prozent erfreulich, aber kein Grund zum Ausruhen. „Dauer-Marktbearbeitung, Dauer-Qualitätsverbesserung und Dauer-Angebotsentwicklung lautet die Devise“, betonte er heute, Freitag. Laut den aktuellen Tourismuszahlen erreichte Kärnten im Mai 784.270 Nächtigungen, das sind um 20.096 mehr als im Mai 2015. Dabei muss man natürlich die Lage der Feiertage bzw. der verlängerten Wochenenden berücksichtigen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt dementsprechend bei 3,4 Tagen.

4-Stern- und 4-Stern superior-Betriebe haben ein Plus von bis zu 11,3 Prozent zu verzeichnen. Vor allem die privaten Ferienwohnungen und -häuser auf bäuerlichen Betrieben sind mit einem Nächtigungsplus im Mai von über 25 Prozent besonders zufrieden, was laut Benger die Einkommen im ländlichen Raum stärkt. Ein Plus von 15 Prozent gab es auf den Campingplätzen.

Vor allem Gäste aus Österreich, die rund die Hälfte (46 %) der Gesamtnächtigungen ausmachen, haben zum Plus im Mai beigetragen. „Vor allem Wiener, Steirer und Niederösterreicher schätzen die höchste Konzentration südlichen Lebensgefühls in Kärnten“, betonte Benger und verwies auf die Tourismusstrategie. „Sämtliche Umsetzungen stehen unter diesem Alleinstellungsmerkmal. Werbung, Angebote, Qualitätsoffensiven – es geht ein Ruck durchs Land, weil alle an einem Strang – in die gleiche Richtung – ziehen“, meinte Benger in Bezug auf die Tourismustage in allen Regionen.
Auslandsübernachtungen haben im Mai um 0,5 Prozent abgenommen. Weniger Kroaten, Niederländer, Italiener und Schweizer sind nach Kärnten gekommen, aber mehr Deutsche, Polen und Ungarn haben im Mai in Kärnten Urlaub gemacht. Auch die Ankünfte sind im Mai um ein Prozent gestiegen. Die Gemeinden Keutschach, Althofen, Bad Kleinkirchheim, Radenthein, Seeboden und St. Kanzian haben von diesen Nächtigungszuwächsen am meisten profitiert mit einem Plus zwischen fünf bis zu 22 Prozent.

Um touristisch zu wachsen, bearbeitet Kärnten laut Benger den Hoffnungsmarkt China. Salzburg belege die Richtigkeit des Weges, alleine in der Stadt zähle man bereits über 100.000 Nächtigungen der chinesischen Gäste. Auch Kärnten erreiche durch Kooperationen und die Teilnahme von rund 40 Betrieben, Tendenz steigend, bei der China-Angebotsgruppe bereits Nächtigungszuwächse. „Vor allem die sogenannte Generation 2 hat eine heue Europaaffinität und schätzt die Natur, die Landschaft. Seen mit Trinkwasserqualität sind für Chinesen wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht“, beschrieb Benger die Vorteile Kärntens.

Workshops, Schulungsmaßnahmen für Hoteliers, Promotion-Touren, Kampagnen und vieles mehr bietet die Kärnten Werbung seit Monaten an. Derzeit laufen von Seiten der Kärnten Werbung Verhandlungen mit chinesischen Reiseveranstaltern. „Auch die besondere Lage zwischen Wien und Venedig kommt uns zu Gute und ist ein Buchungsfaktor für einen chinesischen Gast“, so Benger. Im Gespräch mit China Air erst kürzlich, als eine chinesische Delegation Kärnten besuchte, ging es um eine mögliche Kooperation für den Flughafen Klagenfurt. Kärnten könne laut Benger dabei als Ausgangspunkt für eine touristische Erkundung Mitteleuropas dienen bzw. in Kombination mit den chinesischen Reiseveranstaltern Pakete für golfbegeisterte Chinesen schnüren. Als Tourismuslandesrat wird Benger in der Regierungssitzung am Montag die Regierungskollegen über die China-Aktivitäten informieren.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm