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Regierungssitzung 2 – Weichenstellung für Drogenambulanz neu beschlossen

27.06.2016
LH Kaiser, LHStv.in Prettner: AVS als Träger der Drogenambulanz besiegelt – „Initiative Erwachsenenbildung 2015 – 2017“ und Weiterführung des Heizkostenzuschusses ebenfalls fixiert
Auch ein von Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner eingebrachter Akt, der die Vereinbarung zwischen dem Land Kärnten und der AVS als neuem Träger der Drogenambulanz in Klagenfurt offiziell besiegeln soll, wurde heute, Montag im Rahmen der Regierungssitzung beschlossen. „Die planerischen Vorarbeiten zwischen Land, Stadt und der AVS sind soweit abgeschlossen, jetzt kann es an die operative Umsetzung durch die AVS gehen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Drogenambulanz Neu für Klagenfurt so rasch als möglich, jedoch spätestens bis zum Herbst auf die Zielgerade zu bringen“, so Prettner, die sowohl Stadt als auch AVS für die bisherige Kooperationsbereitschaft dankt.

Um die Qualität auch weiterhin sicherzustellen, wurde vereinbart, dass die AVS als Dienstgeber fungieren und den Personalstand der bisherigen Drogenambulanz übernehmen könnte. „Bereits ausformuliert werden konnte auch ein sogenanntes Pflichtenheft, mit dem die Leistungen der zukünftigen Drogenambulanz genau skizziert werden und auch sonst sind die Vorbereitungsarbeiten dank gemeinsamer Zusammenarbeit abgeschlossen. Mit dem Regierungssitzungsakt und der damit verbundenen Vereinbarung mit der AVS wird diese befähigt, als offizieller neuer Träger in Funktion zu treten, um die neuen Räumlichkeiten für die Eröffnung vorzubereiten“, so Prettner.

Eine Ausweitung der Kapazitäten der Drogenambulanz in Klagenfurt war aufgrund der steigenden Fallzahlen dringend nötig geworden. „Die zukünftigen Leistungen sind auf eine Maximalzahl von 700 Behandlungsplätzen, davon 500 für PatientInnen in Erhaltungstherapie, ausgerichtet. Es konnte also von 400 auf 700 Behandlungsplätze aufgestockt werden, während zeitgleich weitere wichtige Schwerpunkte im Bereich der Suchtprävention gesetzt werden, um das Übel der Suchterkrankung an der Wurzel zu packen und einzudämmen“, so Prettner.

Die „Initiative Erwachsenenbildung 2015 – 2017“ stand heute ebenfalls auf der Tagesordnung und konnte stimmeneinheitlich beschlossen werden. Das Projekt fördere laut LH Peter Kaiser einerseits die Basisbildung, andererseits um das Nachholen von Pflichtschulabschlüssen. Hier würden insgesamt 2,7 Millionen Euro investiert werden. 1,025 Millionen Euro kommen dabei vom Land Kärnten, dieselbe Summe steuert der Bund bei, und 650.000 Euro kommen aus dem Europäischen Sozialfonds. Damit sollen rund 650 Personen geschult werden, die derzeit keinen Bildungsabschluss haben.

Beschlossen wurde außerdem die Weiterführung des Heizkostenzuschusses. Der Gesamtaufwand belaufe sich auf rund 3,3 Millionen Euro – wobei sich Land und Gemeinden die Kosten teilen. Die Antragsfrist beginnt am 12. September 2016 und endet am 27. Feber 2017. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach Einkommen beziehungsweise Familiensituation des Antragstellers.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Prettner
Redaktion: Geistler-Quendler/Stirn