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Spatenstich für Pistensanierung am Klagenfurter Flughafen

27.06.2016
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, LR Benger: Sanierung ist klares Bekenntnis zum Flughafen und Start in sichere, international vernetzte Zukunft
Der Klagenfurter Flughafen bekommt eine neue Start- und Landebahn und wird damit fit für die Herausforderungen der Zukunft. Land und Stadt investieren in ein ressourcen- und anrainerschonend geplantes Projekt mit Vorbildwirkung in ganz Europa. Heute, Montag, fand der Spatenstich mit Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig sowie Wirtschafts- und Tourismusreferent LR Christian Benger statt.

„Die Pistensanierung 2016 fällt in eine Ära mit verschiedensten Problemen, was die Sache nicht einfacher macht, aber in koalitionärer Eintracht der Kärntner Landesregierung und gemeinsam mit der Stadt Klagenfurt schaffen wir jetzt die infrastrukturellen Voraussetzungen für das Bestehen des Kärnten Airport“, sagte Landeshauptmann Kaiser. Es sei eine Investition in die Zukunft des ganzen Landes und setze ein deutliches Zeichen für den Flughafenstandort Klagenfurt. „Der Flughafen ist ein Symbol für Zukunftsorientierung und eine Drehscheibe, die unverzichtbar für das Land Kärnten ist“, so der Landeshauptmann. Damit werde die internationale Anbindung für die Wirtschaft, den Tourismus, die Bildung und die Kultur garantiert.

Das Land tue alles, um den Flughafen zu sichern und auszubauen, aber künftig müsse der Airport selbst in der Lage sein – aus Eigenem heraus – mit betriebswirtschaftlichen Maßnahmen in eine gute Zukunft zu fliegen. „Wir müssen jetzt in rascher Zeit und mit hoher Qualität den Flughafen wieder lufttüchtig machen. Ich wünsche einen unfallfreien Bau und eine kurze Unterbrechung“, sagte Kaiser.

„Die durch den Rechnungshof bereits vorab geprüfte Effizienz der Planung dieser Pistensanierung steht für ein Ressourcenbewusstsein und eine Professionalität bei der Abwicklung von öffentlichen Großprojekten, wie sie in Kärnten zukünftig beispielgebend sein werden“, zeigte sich Finanzreferentin Schaunig zufrieden. Die Investition von 13,2 Millionen Euro in die Sanierung durch Land Kärnten und Stadt Klagenfurt sei ein klar sichtbares Statement für den Flughafenstandort und eine kluge, zukunftssichernde Investition in den Wirtschaftsstandort und das Tourismusland Kärnten. Schaunig dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Herzstück des Flughafens seien: „Ich mache mir keine Sorgen um ein Abheben in eine gute Zukunft.“

„Der Flughafen als Infrastruktureinrichtung ist essentiell für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Kärnten“, betonte Benger. Nachdem die Vergangenheit aufgearbeitet, die strategischen Weichen gestellt und die Hausaufgaben vom neuen Team der Kärntner Flughafen Betriebsgesellschaft gemacht worden seien, werde der Kärnten Airport mit der Pistensanierung 2016 nun auch infrastrukturell fit für die Zukunft gemacht. Benger verwies auf eine Vereinbarung der Kärnten Werbung und des Flughafens mit Germanwings/Eurowings. Mit einem Ticketpooling für Hoteliers seien so Urlaubspauschalangebote inklusive Flug nach Kärnten möglich. „Diese Vereinbarung hat die Frequenz umgehend gestärkt und ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so Benger.

„Der Auftrag zur Sanierung der Piste des Flughafens Klagenfurt ist im Jahr 2016 der mit Abstand größte Infrastrukturbauauftrag im Land Kärnten und stellt für die ARGE-Partner Strabag AG und Swietelsky BaugesmbH eine große logistische und technische Herausforderung dar“, so der technische Direktionsleiter der Strabag AG, Günter Moser. Da in Summe rund 95 Prozent des gesamten Bauvolumens durch in Kärnten heimische Firmen abgearbeitet würden, profitiere die Kärntner Bauwirtschaft direkt von den Investitionen.

„Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, die strategischen Weichen gestellt und gehen nun wohlüberlegt, aber tatkräftig, in die richtige Richtung“, berichtete Flughafenchef Max Schintlmeister. Er dankte dem Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt für die Investitionen: „Unsere Aufgabe wird es sein, die Frequenz zu steigern, damit künftig keine öffentlichen Mittel für den Flughafen mehr notwendig werden.“

Die Start- und Landebahn des Kärnten Airport muss nach über 50 Jahren im Dauerbetrieb durch eine Asphaltpiste ersetzt werden. Die Instandhaltung der bestehenden Betonplatten ist nicht mehr wirtschaftlich – sie kostet jährlich 271.000 Euro. Ohne Pistensanierung würde es ab 2017 keine Zulassung mehr für den Flugbetrieb geben. Die Pistensanierung ist durch die ressourcenschonende, technisch und wirtschaftlich optimierte Bauweise, die bereits im Vorfeld durch den Rechnungshof geprüft wurde, jetzt schon ein Vorzeigeprojekt und Best-Practice-Beispiel.

Durch die Pistensanierung kommt es bei den laufenden Instandhaltungen in Zukunft zu einer Ersparnis von 271.000 Euro pro Jahr. Sie ist mit 13,4 Millionen Euro budgetiert. Davon werden 13,2 Millionen von den Kärnten-Airport-Eigentümern Land Kärnten (80 Prozent) und Stadt Klagenfurt (20 Prozent) aufgebracht. Die Sanierung ist Teil des mittelfristigen Investitionsprogramms des Kärnten Airport, das die Bereiche Gerätschaften, Infrastruktur und Sicherheit umfasst. Von 2016 bis 2019 werden 25,1 Millionen Euro investiert – davon werden 52,6 Prozent von Stadt und Land getragen. Der Rest kommt von der Kärntner Flughafen Betriebs-Gesellschaft mbH.

Die Pistensanierung 2016 erfolgt in drei Bauphasen: Ab Montag (4. Juli 2016) werden ca. zehn Wochen lang Vorarbeiten unter laufendem Betrieb durchgeführt. Im September wird der gesamte Kärnten Airport dann ca. drei Wochen lang für den Flugverkehr gesperrt. Ab Oktober werden Fertigstellungsarbeiten durchgeführt. Durch die Vollsperre kann die Bauzeit, auch mit Rücksicht auf die Anrainer, verkürzt werden. Während dieser werden die Hauptbauleistungen erbracht. So werden beispielsweise in zehn Tagen ca. 65.000 Tonnen Asphalt verbaut. Das entspricht einer Straße von Klagenfurt nach Graz. Die Pistenlänge des Kärnten Airport beträgt 2.720 Meter, was der Länge von ca. 26 hintereinander gereihten Fußballfeldern entspricht. Die Pistenbreite beträgt 60 Meter und entspricht einer 12-spurigen Autobahn. Die Gesamtfläche umfasst 163.200 m². Von dieser Betonpiste müssen die, in den Jahren 1960 und 1966/67 gebauten, Abschnitte der Start- und Landebahn 10L/28R auf ca. 2.100 Meter Länge saniert werden.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, LR Benger
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/fritzpress