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Gegenwart und Zukunft im Dialogforum

29.06.2016
Sport und Kultur standen auf der Tagesordnung – LH Kaiser: „Aus allem was Konsengruppe vorgelebt hat, neue Akzente setzen“
Drei große Themen dominierten im ersten „Dialogforum für die Entwicklung des gemischtsprachigen Gebietes“ des Jahres 2016, zu dem heute, Mittwoch, Landeshauptmann Peter Kaiser in den Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung eingeladen hatte. Es waren dies die Landesausstellung 2020 in Kärnten, die geplanten Jahresveranstaltungen des Volksgruppenbüros und die Vorstellung der Bewerbungsinitiative zur „Europeada 2020“.

Die einzigartige Idee, im Rahmen der „Kärntner Landesausstellung 2020 – 100 Jahre Zeitgeschichte, Gegenwart und Zukunft“, erstmals auch Perspektiven für die zukünftige Entwicklung eines Bundeslandes abbilden zu wollen, strichen Erika Napetschnig, Leiterin der Unterabteilung Kunst und Kultur, sowie Kurator Peter Fritz hervor. Man sei bemüht, so viele Menschen wie möglich in das Projekt einzubinden. Mit Workshops in den Gemeinden, Lehr- und Kulturveranstaltungen solle die Bevölkerung für das Vorhaben begeistert werden. Den Vorschlag der Forumsteilnehmer, verstärkt auch Schulen und damit Kinder und Jugendliche in die Planungs- und Umsetzungsphase einzubeziehen, nahmen die Projektverantwortlichen gerne auf.

Als größte Jahresveranstaltungen des Volksgruppenbüros standen der im November stattfindende 27. Volksgruppenkongress sowie die im September in Arnoldstein geplante Kulturwoche im Mittelpunkt des Berichtes von Büroleiter Peter Karpf.

Der Appell des Landes an Schüler, sich aktiv an der Planung und Umsetzung der offiziellen Feier des Landes zum 10. Oktober zu beteiligen, stieß bei Josef Feldner, Chef des Kärntner Heimatdienstes und Teil der Kärntner Konsensgruppe, auf große Zustimmung. Das Angebot, die Jugendlichen tatkräftig zu unterstützen und ihnen zu zeigen, dass auch die Ideen der Konsensgruppe durchaus innovativ sind, werde man laut Kaiser gerne annehmen. Er betonte: „Aus all dem, was uns die Konsensgruppe vorgelebt hat, sollen immer wieder neue Akzente gesetzt werden.“ Der Konsens sei erreicht – nun müsse es weitergehen, darin waren sich alle Diskutanten einig.

Dass auch eine sportliche Veranstaltung die sprachliche und kulturelle Vielfalt Kärntens in den Fokus Europas rücken kann, zeigten Marijan Velik und Marko Loibnegger, Teamchef und Trainer vom Team Koroška/Kärnten auf. Als Drittplatzierte bei der diesjährigen Europeada, der Fußball-Europameisterschaft der sprachlichen Minderheiten, setzen sie sich gemeinsam mit Landessportdirektor Arno Arthofer für die Abhaltung dieses internationalen Sportevents in Kärnten im Jahr 2020 ein. Mit Rückenwind des Dialogforums werde man sich für die Ausschreibung im Herbst diesen Jahres vorbereiten. Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Europeada 2020 von Seiten der Förderalistischen Union Europäischer Volksgruppen als Organisator erwarte man sich bis Mai 2017.

Als Volksgruppen- und Sportreferent sagte Kaiser nicht nur seine Unterstützung zu, sondern bezeichnete die Europeada zudem als „Bereicherung des Sportlebens und als unterstützende Veranstaltung in Kärntens Bestreben um Internationalisierung.“


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn