Presseaussendungen

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Mikroelektronik – BMVIT: Steiermark und Kärnten starten Forschungscluster

01.07.2016
Überregionale Zusammenarbeit der Industriepartner - Infrastrukturministerium und Länder investieren über 2,25 Millionen Euro
Künftig werden Steirische und Kärntner Elektronik-Unternehmen gemeinsam forschen. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie(bmvit), Land Kärnten und Land Steiermark haben heute den Startschuss für den ersten überregionalen Mikroelektronik-Cluster gegeben. Mit dem „Silicon Alps Cluster“ werden Synergien besser genützt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Das Infrastrukturministerium und die Bundesländer leisten dabei eine Anschubfinanzierung in der Höhe von jeweils 750.000 Euro, verteilt auf drei Jahre. „Mikroelektronik wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Jedes Auto wird wie ein Computer arbeiten. Österreichische Unternehmen müssen bei dieser Entwicklung vorne mit dabei sein. Darum bündeln wir die Kräfte im Silicon Alps Cluster und geben 750.000 Euro Starthilfe. Wir stärken die Standorte Steiermark und Kärnten, fördern die heimische Industrie und sichern Arbeitsplätze im Land“, erklärte Infrastrukturminister Jörg Leichtfried bei der gemeinsamen Präsentation des Clusters mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Steiermarks Landesrat Christian Buchmann und Vertretern der beteiligten Industrie, Andreas Gerstenmayer, CEO bei AT&S, und Josef Ortner, CEO und Eigentümer der Ortner Group.

Schaunig betonte: „Kärnten und Steiermark haben erkannt, dass durch die Bündelung der in diesem Bereich vorhandenen Kompetenzen und Potenziale eine herausragende Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich besteht. Die breite Unternehmerlandschaft im Bereich Mikroelektronik und Elektronik in Kärnten und der Steiermark und die hochspezialisierte Zulieferlandschaft wie etwa Reinraumtechnologie sind die beste Voraussetzung für die Entwicklung eines Technologieclusters. In Verbindung mit den universitären und außeruniversitären Forschungsinstituten ein Stärkefeld, das nunmehr auch im internationalen Kontext wahrgenommen wird.“

„Villachs Bedeutung als größter Microelectronic Standort in Kärnten wird durch den neuen Forschungscluster weiter massiv gestärkt“, freute sich Villachs Bürgermeister Günther Albel. „57 Prozent aller Kärntner Patente kommen schon jetzt aus Villach, das ist ein sensationeller Wert.“

Buchmann hob die Bedeutung des Clusters für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Steiermark hervor: „Die Mikroelektronik ist eine der Schlüsseltechnologien für die künftige Entwicklung der globalen Wirtschaft und ein Motor für Innovation. Das hohe Entwicklungstempo sorgt dafür, dass Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in den zahlreichen Anwenderbranchen und Forschungseinrichtungen laufend Grenzen im Denken und Handeln überschreiten müssen. Das sorgt für Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Die Steiermark ist eine der innovativsten Regionen Europas. Wir haben in der Mikroelektronik die geballte Kompetenz mit weltweit führenden High-Tech-Unternehmen, innovativen KMU und herausragenden Forschungseinrichtungen am Standort. Die Mikroelektronik-Branche sichert in der Steiermark über 8.000 Arbeitsplätze. Der neue gemeinsame Cluster mit Kärnten bündelt Stärken, wovon beide Wirtschaftsstandorte profitieren werden!“

„Um das für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich wichtige Thema Digitalisierung an wesentlicher Stelle zu besetzen und am globalen Markt zu bestehen, müssen wir unsere Kräfte bündeln. Der Mikroelektronik Cluster Steiermark-Kärnten liefert daher wichtige Impulse für die Region Südösterreich zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Steigerung der Attraktivität des Standorts insbesondere für nationale und internationale Talente sowie Stärkung der Universitäten und Forschungseinrichtungen“, erklärte Gerstenmayer.

Ortner ergänzte: „Kaum ein Bereich unseres täglichen Lebens kommt ohne Produkte und Komponenten aus der Mikroelektronik-, Elektronik- oder Mechatronikindustrie aus. Das wiederum ist ein starker Motor und auch eine Chance für die gesamte Zulieferbranche. Ich sehe den großen Vorteil des Mikroelektronik-Clusters Kärnten-Steiermark im Bereich der Zulieferbetriebe und damit bei uns als Klein- und Mittelständische Unternehmen. Der Cluster ist eine Plattform der uns als Zulieferbetriebe die Möglichkeit bietet, und dies auch einfordert, uns weiterzuentwickeln und neue Kompetenzen aufzubauen. Für viele ist das auch ein Sprungbrett für andere Branchen und Märkte.“

Elektronik und Mikroelektronik sind Schlüsseltechnologien für zahlreiche neue Entwicklungen wie etwa Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0 und bilden die Grundlage für neue Produktions- und Fertigungsarten. In Österreich arbeiten rund 65.000 Beschäftigte in knapp 200 Unternehmen in der Elektronik-Sparte. Kärnten und die Steiermark sind dabei zwei wichtige Standorte.

Der Silicon Alps Cluster wird seinen Sitz in Villach haben. Partner sind die Bundesländer Kärnten und Steiermark, die Industrieunternehmen Infineon, LAM, Ortner Group, AT&S, AVL, NXP und EPCOS sowie die Industriellenvereinigungen der beiden Länder. Weitere öffentliche Partner sind der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) und die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG).


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Redaktion: Kohlweis/Stirn 
Fotohinweis: Robert Frankl

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