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Kommunale Bauoffensive: Enorme Investitionsbereitschaft in Kärntner Gemeinden

08.07.2016
LHStv.in Schaunig und LR Benger zogen Bilanz - Win-win-Situation für alle - Seit 2013 wurden für 600 kommunale Bauprojekte 36,7 Millionen Euro bereitgestellt
Im Amt der Kärntner Landesregierung zogen heute, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz Finanz- und Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Tourismus- und Wirtschaftsreferent LR Christian Benger gemeinsam mit Gemeindebundpräsident Bürgermeister Peter Stauber (St. Andrä) und Bürgermeister Michael Maier (Radenthein) eine positive Bilanz über die Kommunale Bauoffensive (KBO). Die seit dem Jahr 2013 laufende Förderaktion ist darauf ausgerichtet, Bauvorhaben von Gemeinden bis zu einem Anteil von 50 Prozent der Kosten zu unterstützen. Beide Regierungsmitglieder strichen die Bedeutung der Förderung hervor. „Die Gemeinden, die regionale Wirtschaft und der ländliche Raum werden damit unterstützt. Es gibt eine Win-win-Situation für alle, für die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt“, waren sich beide einig.

„Das KBO-Förderprogramm wurde im Juni 2013 von mir und Kollegen Benger ins Leben gerufen und bis zum Jahre 2017 mit 54 Millionen Euro dotiert. Bis dato gibt es für 600 kommunale Bauprojekte Förderzusagen in der Höhe von 36,7 Millionen Euro“, teilte Schaunig mit. Mit der Bauoffensive wurde zudem ein Investitionsvolumen von 107 bis 110 Millionen Euro ausgelöst und laut Arbeitsmarktdaten ging die Bauarbeitslosigkeit in Kärnten um 13 Prozent zurück.

Die Gemeindereferentin verwies zudem darauf, dass mit der Kommunalen Bauoffensive die Orts- und Regionalentwicklung gestärkt und die Gemeindeautonomie gefördert werde. Es gibt für die KBO und für andere Initiativen, wie die Breitbandinitiative, klare Spielregeln und Schwerpunktsetzungen“, stelle Schaunig klar. „In Bezug auf die Breitbanderschließung in Kärnten sind derzeit 27 Gemeindeprojekte in Umsetzung bzw. 62 Gemeinden haben Projekte eingereicht“, so Schaunig. Eine Maßnahme ist dabei der Ausbau von WLAN-Hotspots. An öffentlichen Punkten, wie Hauptplätzen, Tourismuseinrichtungen, Bus-Bahnhöfen soll der Bevölkerung aber auch den Touristen ein freier WLAN-Internet-Zugang ermöglich werden.

„Wir brauchen nachhaltige Innovationen und Investitionen für den ländlichen Raum, auch um den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu stärken. Er ist eine Säule gerade im ländlichen Raum“, betonte Benger. Daher wurde der zusätzliche Förderschwerpunkt Berg-Rad-See als weiteres wichtiges Impulspakete für den ländlichen Raum geschnürt. Die Vernetzung Tourismus, Tourismusstrategie, Gemeinden und Regionen erfolge damit und jede Investition wird auf ihre Besonderheit und Nachhaltigkeit hin überprüft. „Für die Berg-Rad-See-Initiative sind 1,7 Millionen Euro reserviert. Wir haben 30 Projekte am Tisch liegen, die jetzt schon 2,3 Millionen ausmachen würden. Wir werden über eine Aufstockung reden, weil dieser Förderschwerpunkt einen Mehrfachnutzen auslöst“, gab der Tourismusreferent bekannt.

Neue Gemeindeinvestitionen würden auch private Investitionen steigern, ist er überzeugt. Und die Zahlen belegen, dass Tourismusbetriebe heuer bereits über 70 Mio. Euro investiert haben. „Unsere Tourismusbetriebe investieren wieder massiv und die Gäste bringen für den Tourismus 1,7 Milliarden Euro jährlich ins Land“, nannte er konkrete Zahlen. Die Berg-Rad-See-Initiative komme aber auch der heimischen Bevölkerung zugute. „Erstens, weil wir den Wirtschaftskreislauf in Schwung halten, zweitens, weil wir die Strukturen im ländlichen Raum sichern und drittens, weil jeder Erholungssuchende von der Infrastruktur profitiert“, sagte Benger.

Geht es nach Schaunig und Benger soll die Kommunale Bauoffensive auch im Jahr 2017 fortgesetzt werden. „Die enorme Investitionsbereitschaft der Gemeinden durch Anhebung des Fördersatzes hat bewirkt, dass für 2016 die Fördermittel von zehn auf 14 Millionen Euro aufgestockt wurde“, teilte Schaunig mit.

„Mit der KBO wurde es möglich, dass auch in kleine Gemeinden Projekte, die lange in der Schublade lagen, umgesetzt werden. Sie, aber auch die Rad-Berg-See-Initiative sind tolle Unterstützungen“, betonte Stauber. In St. Andrä wird gerade ein neues Amts- und Veranstaltungsgebäude errichtet, das mit KBO-Mittel in der Höhe von 695.000 Euro unterstützt wird. Das Stadtoberhaupt teilte auch mit, dass es für die Ortskernbelebung eine rege Bürgerbeteiligung gab. „In drei Tagen wurden über 800 Ideen eingereicht. Sie wurden gebündelt und in den Masterplan eingearbeitet.“

Maier stellte die Initiative „Radenthein die Bergbaustadt am See“ vor. „Mit ihr sollen sowohl Radenthein als auch Döbriach belebt und nicht nur verschönert werden. Eine erlebbare Südlichkeit soll geschaffen werden“, betonte der Bürgermeister. Nach Abschluss des Entwicklungsprozesses gehe man nun in die Umsetzungsphase.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig, Büro LR Benger
Redaktion: Michael Zeitlinger
Foto. Büro LHStv.in Schaunig