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POLITIK

Regierungssitzung 3 – Wohnbauförderung neu: Leistbare Lebensräume schaffen

12.07.2016
LHStv.in Schaunig: Wohn- und Lebensformen ändern sich, dem muss der Gesetzgeber Rechnung tragen – Präsentation des geplanten neuen Wohnbauförderungsgesetzes vor Sozialpartnern
Die Eckpunkte des neuen Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes präsentierte Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig den Sozialpartnern in der Regierungssitzung heute, Dienstag. „Wesentliche Zielsetzung ist die Sicherung einer angemessenen, zeitgemäßen und leistbaren Wohnversorgung der Kärntner Bevölkerung“, so Schaunig. Der Gesetzgeber müsse dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen. „Wir werden auf der einen Seite mobiler und flexibler, Wohn- und Arbeitswelten verschmelzen oftmals. Auf der anderen Seite gibt es neue Familienformen und vor allem viel mehr Alleinstehende.“ Dem Trend zu kleinerem Wohnraum wird mit der Novelle ebenso Rechnung getragen wie der Notwendigkeit zu flexibler Nutzung.

„Ganz bewusst wollen wir der Abwanderung, der Zersiedelung und dem Aussterben der Ortskerne entgegenwirken“, betonte die Wohnbaureferentin. So würden Schwerpunkte unter anderem auf Sanierung bzw. Reconstructing (Abriss und Neubau) gelegt, auf Bauen im Bestand, Nach- und Umnutzung bereits gebauter Strukturen in zentralen Lagen und auf Leerstandsmanagement insbesondere im ländlichen Raum. Entsprechende Förderungsanreize sollten hier Lenkungseffekte erzielen. „Die Zukunft liegt in der Entwicklung von Wohn- und Lebensräumen und nicht nur von Wohnobjekten“, sagte Schaunig. Generell solle das Gesetz einen Rahmen darstellen. Für einzelne Fördermaßnahmen sollten dann jeweils entsprechende Richtlinien erstellt werden. „Dadurch können wir schneller und flexibler reagieren, etwa auf gesellschaftliche Anforderungen oder auf Änderungen auf den Kapitalmärkten“, sagte Schaunig. Im Herbst könnte die Novelle laut ihr in Begutachtung gehen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Böhm