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Regierungssitzung 4 - Hagelversicherung wird ausgeweitet

12.07.2016
LR Benger: Neues Hagelversicherungsgesetz entlastet Landwirte im Falle zunehmender Wetterkapriolen – Kärnten-Beitrag von 393.000 Euro beschlossen
Heute, Dienstag, erfolgte mit dem Beschluss in der Landesregierung auf Antrag von Agrarlandesrat Christian Benger die Ausweitung der Hagelversicherung auf Dürreschäden, Schäden durch Sturm und durch langanhaltende Regenfälle. „Die Landwirtschaft hat kein Dach über ihren Produktionsflächen. Die Wetterkapriolen haben Schäden zur Folge, Ernteausfälle bedeuten weniger Ertrag, weniger Einkommen, weniger Investitionen, weniger Arbeitsplätze. Daher setzen wir auf Prävention“, wies LR Benger auf die Notwendigkeit der Ausweitung der Versicherung hin.

Bisher hat die Hagelversicherung, deren Prämie zur Hälfte der Landwirt und zur Hälfte die öffentliche Hand (25 % Bund und 25 % Länder) tragen, Schäden aus Hagel und Frost abgegolten. Die Dürre-Schäden in den letzten Sommern oder die Hochwasser-Schäden haben jedoch die Ausweitung der Hagelversicherung notwendig gemacht. „Es ist günstiger für die öffentliche Hand, die Versicherung auszweiten, als im Nachhinein Schäden abzugelten oder beispielsweise Futtermittelaktionen durchzuführen“, so Benger. Die Dürreschäden im Jahr 2013 haben in Kärnten alleine ein Ausmaß von rund 30 Millionen Euro ausgemacht, 3 Mio. Euro hat das Land damals für Abgeltungen und Futtermittelankäufe aufgewendet.

Für Kärnten bedeutet die Ausweitung heuer zusätzlich rund 393.000 Euro, 1,03 Mio. Euro waren bereits budgetiert, weil jedes Jahr mit Schäden zu rechnen ist. „Es hat nun jeder Bauer selbst in der Hand, vorzusorgen, sich zu versichern“, betonte Benger. In Summe werden nach der Ausweitung jährlich rund 1,5 Mio. Euro für die Hagel-, Frost- und Dürreversicherung vom Land aufgewendet werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm