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Regierungssitzung 8 - Neue Windkraft-Verordnung ermöglicht Windkraftanlagen und Naturschutz

12.07.2016
LR Holub: Mit der Verordnungsnovelle sind Energiemasterplan-Ziele für Windkraft zu erreichen – Auch Start der Solarthermie-Aktion für Sommermonate
 Durch Beschluss der Kärntner Landesregierung wurde heute, Dienstag, eine neue „Windkraftstandorträume-Verordnung“ für Kärnten erlassen. Sie tritt damit per 1. August 2016 in Kraft und vereint einerseits die Ziele des Energiemasterplans von 250 GWh aus Windkraft bis 2025 sowie den Schutz wertvoller Kärntner Naturräume: „Mit der Verordnungsnovelle ist es gelungen, beiden Ansprüchen gerecht zu werden. Sie ermöglicht einen Ausbau der Windkraft und den Schutz wertvoller Naturräume. Dies ist auch im Sinne des Tourismus und der Land- und Forstwirtschaft“, erklärte Umwelt- und Energiereferent LR Rolf Holub.

So werde in der Verordnung die Sichtbarkeitsgrenze von 40 Kilometer für die fernwirksamen Bereiche gestrichen. Auch das Standortverbot für Windkraftanlagen in Tourismusgemeinden mit mehr als 100.000 Nächtigungen pro Jahr wird in der neuen Verordnung ersatzlos aufgehoben: „Diese Gemeinden können in Zukunft selbst darüber entscheiden, ob sie Windkraftanlagen gutheißen oder nicht“, so Holub. Natura-2000-Gebiete werden dafür in der neuen Verordnung von Windkraftanlagen freigehalten: „Das ist im Sinne des Naturschutzes und ist mit der Novelle erstmals so geregelt“, so der Landesrat.

Die neue Verordnung sei jedenfalls, wie die vorherige, kein Hindernis für Windkraftanlagen. Es seien ausreichend Standorte in Kärnten möglich um die energiepolitischen Ziele von 250 GWh zu erreichen. Mit der bisher geltenden Verordnung wurden bereits 38 Windkrafträder positiv beurteilt. Die Fachliche Raumordnung des Landes sehe mit der neuen Verordnung und auf Grund der eingereichten bzw. zur Prüfung vorgelegten Projekte die Errichtung von 76 Windkrafträdern als möglich an: „Die Windkraft bekommt dadurch einen deutlichen Schub“, so Holub.

Das Land startet auch Solarthermie-Aktion für die Sommermonate, gab Holub weiters bekannt. Wie alle technischen Anlagen benötigen auch Solaranlagen von Zeit zu Zeit eine Überprüfung: Aus diesem Grund startet das Land Kärnten in den Sommermonaten eine Solarthermie-Aktion, bei der Solaranlagen auf ihre Funktionstüchtigkeit und Effizienz hin überprüft werden. „Ziel der Aktion ist es, die Solaranlagen auf Vordermann zu bringen. Damit können BesitzerInnen von Solaranlagen bares Geld sparen, da eine gut funktionierende Anlage die Kosten für eine ganzjährige Warmwasseraufbereitung bzw. für die Beheizung des Hauses deutlich reduziert“, informierte der Energiereferent.

Rund 180 Solaranlagenbesitzer nehmen an der Aktion teil, die Finanzierung wurde in der heutigen Regierungssitzung beschlossen. Die finanziellen Mittel dafür kommen aus dem KElWOG-Fonds. Zudem werden die gewonnenen Daten und Erkenntnisse aus der Solarthermie-Aktion für alle Anlagenbetreiber und für Installateure aufbereitet: „Damit können noch mehr Solaranlagen entsprechend den neuesten Erkenntnissen überprüft und energieeffizient gewartet werden, das bringt einen zusätzlichen Mehrwert an Energieeffizienz“, erklärte Holub. Die Aktion werde auch im nächsten Jahr umgesetzt.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/kb