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Tätigkeitsbericht der Tierschutzombudsfrau präsentiert

13.07.2016
LR Darmann: Wichtige Funktion als Anwältin der Tiere
In der Regierungssitzung gestern, Dienstag, legte Tierschutzreferent LR Gernot Darmann den Tätigkeitsbericht der Tierschutzombudsfrau des Landes Kärnten, Jutta Wagner, für das Jahr 2015 vor. Dieser wurde einstimmig zur Kenntnis genommen. „Gerade die aktuellen Vorkommnisse wie der grausame Vorfall in Liebenfels oder der Fall des Viehhändlers, der acht Kühe bei sengender Hitze in den Anhänger gesperrt hat, zeigen, wie notwendig die Funktion der Tierschutzombudsfrau ist. Von meiner Seite wird Tierquälerei nicht geduldet, Täter müssen einer gerechten Strafe zugeführt werden“, so Darmann.

Aufgabe der Tierschutzombudsfrau ist die Vertretung der Interessen der Tiere. Zu ihrem Tätigkeitsbereich gehören das Bearbeiten von Anfragen aus der Bevölkerung und Hinweisen vor Ort nachzugehen. Zentrale Themen sind die Bekämpfung der Tierquälerei im Sinne des Tierschutzgesetzes, gewaltlose Hundeerziehung, notwendige Anforderungen an die Hundeausbildung oder die Eindämmung der unkontrollierten Katzenvermehrung. Die Tierschutzombudsfrau arbeitet eng mit dem Verein „Tierschutz macht Schule“ zusammen und bemüht sich, junge Menschen mit gerechter Tierhaltung vertraut zu machen.

Die Tierschutzombudsfrau ist auch Mitglied des Tierschutzrates und hat Parteistellung bei einschlägigen Verfahren vor dem Landesverwaltungsgericht und in Verwaltungsverfahren. „Vor dem Landesverwaltungsgericht wurde die Tierschutzombudsfrau als Anwältin der Tiere tätig und nützte im Vorjahr zwölf Mal ihre Parteistellung in Beschwerdeverfahren“, so der Tierschutzreferent. In Verwaltungsverfahren wurden 2015 insgesamt 57 Strafverfügungen und 17 Strafkenntnisse wegen Verfehlungen gegen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes erlassen, davon wurden 15 Strafen wegen Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz verhängt. Die Strafen lagen zwischen 150 und 1.000 Euro.


Rückfragehinweis: Büro LR Darmann
Redaktion: Aichbichler/Böhm