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Grausame Tat in Liebenfels muss Konsequenzen haben

14.07.2016
LR Darmann: „Erwarte, dass Verstoß gegen Weidgerechtigkeit geahndet wird“

 Zum grausamen Vorfall in Liebenfels, wo einem Rehbock die Vorderläufe beinahe abgetrennt wurden und dieser danach noch tagelang umherirrte, hält der Kärntner Jagd- und Tierschutzreferent Landesrat Gernot Darmann heute, Donnerstag, fest, dass diese Tat Konsequenzen haben muss.

„Eine solche Art der Jagdausübung ist niemals tolerierbar und ich werde sie auch nie tolerieren. Dieser Fall ist zu schockierend, als dass man hier zur Tagesordnung übergehen kann. Als Jagd- und Tierschutzreferent ist es ein Kernanliegen von mir, dass die Bejagung streng nach den Prinzipien der Weidgerechtigkeit erfolgt. Jäger zu sein beinhaltet auch ein hohes Maß an Verantwortung, die gelebt werden muss“, betonte Darmann.

Er begrüße es daher, dass der Fall bereits vom Disziplinaranwalt der Jägerschaft geprüft wird. „Würde hier nichts unternommen, hätte ich ein derartiges Verfahren selbst angeregt. Denn das Ausmaß des Tierleides, bedingt durch den vermeintlichen Fehlschuss, ist unermesslich“, so Darmann. Der verantwortliche Jäger habe mit der unterlassenen bzw. nicht weidgerechten Nachsuche und der Inkaufnahme, dass das Tier elendiglich verendet, dem Ansehen der Jägerschaft massiv geschadet und auch die Standesregeln verletzt.

Auch die Bezirkshauptmannschaft St. Veit müsse prüfen, ob hier ein Verwaltungsstraftatbestand vorliegt, schließlich bestehe auch der Verdacht der Tierquälerei, hält der Jagd- und Tierschutzreferent fest.


Rückfragehinweis: Büro LR Darmann
Redaktion: Aichbichler