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Sommer, Sonne, Badezeit: Wasserqualität der Kärntner Seen ist ausgezeichnet

15.07.2016
LR Holub präsentierte Seenbericht – Weißensee ist mit 14 Metern Sichttiefe am transparentesten

 Für Kärntens Badeseen war heute, Freitag, wieder „Zeugnistag“: Mit dem 30. Kärntner Seenbericht präsentierte Umweltreferent LR Rolf Holub die Qualitätsbilanz der Kärntner Seen: „Auch in diesem Jahr ist die Wasserqualität der Kärntner Seen durchgehend sehr hoch. Von den 42 getesteten Seen wurden 28 Seen als nährstoffarme (oligotroph und schwach mesotroph) eingestuft“, gab Holub bekannt.

Besonders die großen Seen wie der Weißensee, Millstätter See, Klopeiner See, Keutschacher See, Faaker See und Pressegger See gelten auch in diesem Jahr wieder als Musterschüler: „Der Weißensee verfügt mit einer maximalen Sichttiefe von 14 Metern über die beste optische Qualität der Kärntner Seen“, so Holub. Auch der Millstätter See mit einer Sichttiefe von 10,1 Meter gilt als sehr klar. Aber auch kleinere Seen brillieren: der St. Johanner Badesee, Forstsee, Turnersee, Vassacher See, Längsee und der Greifenburger Badesee seien sehr transparent, so Holub. Nur drei der getesteten Seen gelten als nährstoffreich.

Roswitha Fresner vom Kärntner Institut für Seenforschung unterstrich die hohe Wasserqualität, die sich im Seenbericht widerspiegelt. Am Ossiacher See werde zudem durch die Sanierungsarbeiten am Bleistätter Moor die Belastung deutlich reduziert, so Fresner.

Thomas Friedl, Amtssachverständiger für Fischerei und Gewässerökologie, verwies auf die Problematik des nicht weidgerechten Anfütterns von Fischen. Durch das Anfüttern mit Lockfuttermitteln wie Boilies, Pop-ups usw. werden den Gewässern Nährstoffe und chemische Substanzen (Lockmittel) zugeführt. Dies sei ökologisch vor allem an den kleineren Seen nicht förderlich. Einige Seen haben in den letzten Jahren bereits zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt Sauerstoffschwund und Schwefelwasserstoff in der Tiefe entwickelt. Dies sei ein Hinweis auf eine externe Nährstoffbelastung. Als Nährstoffquelle kommen auch die sehr nährstoffreichen Fischfuttermittel in Frage.

Holub richtete daher den Appell an die Fischerinnen und Fischer, auf Lockfuttermittel zu verzichten und stärker auf Naturfutter zu setzen: „Das Land Kärnten bemüht sich sehr stark, die hohe Wasserqualität der Kärntner Seen zu erhalten. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die hohe Qualität bestehen bleibt. Ich denke, dass auch die Fischereiberechtigten hier positiv mitwirken können“, so Holub.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Zeitlinger