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Regierungssitzung 3 - Kulturbericht 2015 präsentiert

26.07.2016
LR Benger: Budgetschmerzgrenze erreicht – Außergewöhnliches Jahr mit großen Herausforderungen - Initiativen abgesichert - Transparenz bei Förderungen
Kärntens Kunst und Kultur wurde im Jahr 2015 vor neue Herausforderungen gestellt: Sparkurs, Auszahlungsstopp, keine neuen Mehrjahresverträge. „Die Vergangenheit hat Kärnten mit voller Wucht getroffen. Aber ein Sparkurs regt auch die Phantasie an. Wir haben das Budget zu 2014 trotzdem halten können und wir haben gemeinsam mit den Kulturschaffenden neue Schwerpunkte gesetzt und transparente Förderrichtlinien in allen Bereichen eingeführt“, fasste heute, Dienstag, Kulturreferent LR Christian Benger das Kulturjahr 2015 im Pressfoyer nach der Regierungssitzung zusammen.

In Summe war es für ihn ein Kulturjahr mit noch nie dagewesenen Herausforderungen. „Es verlangte von allen Verständnis, Geduld, Solidarität und trotzdem das volle Engagement“, so Benger. Es sei gelungen, niemanden im Stich zu lassen. So habe der von der Finanzabteilung verhängte Zahlungsstopp viele Initiativen in Bedrängnis gebracht. „Sämtliche Sommertheater haben erst kurz vor der ersten Aufführung ihre Förderzusagen erhalten. Sie sind aber eine Säule in der Kärntner Kultur abseits der Zentralräume“, sagte Benger.

Zwar sei es gelungen, das Budget trotz Sparkurs am Niveau von 2014 zu halten. Aber mit dem Budget 2015 in Höhe von 24,7 Mio. Euro sei laut Benger die Schmerzgrenze erreicht. „Wir brauchen Kultur, weil sie Identität schafft und weil die kritische Auseinandersetzung wichtig ist für die Entwicklung der Gesellschaft“, stellte Benger klar.

Da diesmal mit weniger Geld mehr erreicht werden musste, habe man sich mit den Kulturschaffenden und auf Anraten des Kulturgremiums auf Schwerpunkte geeinigt. Damit erreiche man eine höhere Aufmerksamkeit, schaffe Bewusstsein und könne die Mittel konzentriert mit mehr Nutzen und Synergien einsetzen. Film, Brauchtum und vor allem die Nachwuchsarbeit mit drei neuen Stipendien wurden 2015 damit besonders hervorgehoben. Auch sei es gelungen, einen endgültigen Schlussstrich unter die Zeit der Willkür in der Fördervergabe zu ziehen. Mit den Kulturschaffenden gemeinsam wurden transparente und für jeden Ansuchenden nachvollziehbare Kriterien erarbeitet, ebenso wie klare Antragsformulare, die die Abarbeitung der einzelnen Förderprojekte erleichtern.

Der Kulturbericht des Jahres 2015 wird noch heute, Dienstag, auf die Hompage des Kulturlandes gestellt: www.kulturchannel.at unter dem Punkt Förderungen. Dort sind auch die Berichte der letzten Jahre zu finden.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger