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Regierungssitzung 7 – Energiemasterplan: Zwischenbilanz präsentiert

26.07.2016
LR Holub: Kärnten ist mit 52,6 Prozent Erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch österreichischer Spitzenreiter – Kärnten tritt europäischer Anti-Atom-Allianz bei
Eine Zwischenbilanz des Energiemasterplans präsentierte Umwelt- und Energiereferent LR Rolf Holub heute, Dienstag, in der Sitzung der Kärntner Landesregierung. Demnach seien die Fortschritte Kärntens am Sektor der Erneuerbaren Energie deutlich messbar. „Kärnten liegt beim Anteil Erneuerbarer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch so hoch wie noch nie. Mit 52,6 Prozent haben wir einen neuen Spitzenwert erreicht und sind damit die Nummer Eins unter den österreichischen Bundesländern. EU-weit liegen nur Norwegen und Island über diesem Prozentsatz. Das ist ein sensationelles Ergebnis“, zeigte sich der Energiereferent erfreut. Das Ergebnis basiere auf den Energiestatistikdaten der Statistik Austria und sei damit sehr gut vergleichbar.

Unzählige Projekte wie die Energieservicestelle des Landes, die Vor-Ort-Energieberatungen, die Energieberatungen für Unternehmen und Kommunen oder Solaranlagenchecks seien innerhalb des Energiemasterplans bereits abgewickelt worden und haben ihren Beitrag zu diesem sehr guten Ergebnis geleistet, so Holub. Der Zwischenbericht gebe einen sehr guten Überblick über diese Projekte.
Das Land werde jedenfalls weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen: „Die thermische Sanierung von Landesimmobilien und die teilweise Umstellung des Landesfuhrparks auf E-Mobilität stehen bei unseren Planungen im Zentrum. Sowohl das MMKK als auch das Gebäude der Landesregierung werden in naher Zukunft mit Photovoltaikanlagen ausgestattet“, so Holub.

Weiteren Aufholbedarf sieht Holub im Bereich der Energieeffizienz: „Kärnten liegt hier bereits gut, wir wollen aber auch bei der Effizienz sehr gut werden. Auch ist der Umstieg auf Erneuerbare Energien durch die momentan niedrigen Preise der fossilen Energieträger in letzter Zeit gedrosselt worden, hier werden wir aber wieder aufholen“, so Holub.

Mit dem heutigen Tag ist Kärnten auch der „Allianz europäischer Regionen für einen europäischen Atomausstieg“ beigetreten. Die Allianz wurde im März 2016 gegründet und versteht sich als Antwort auf europäische Bestrebungen, Atomkraft in Zukunft zu fördern: „Kärnten verfolgt mit dem Energiemasterplan zu 100 Prozent den Erneuerbaren Weg und möchte daran mitwirken, dass die veraltete Atomkraft nicht mit EU-Subventionen künstlich am Leben erhalten wird. Wir sprechen uns daher innerhalb der Allianz für eine europäische Energiewende ohne Atomkraft aus. Kärnten ist auch europaweit das beste Beispiel, wie es gehen kann“, so Holub.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Zeitlinger