News

LOKAL

Kärntner Luftgütebericht zeigt positive Jahresbilanz bei Feinstaub

03.08.2016
LR Holub: 2015 konnten an allen Kärntner Luftgüte-Messstationen deutliche Unterschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte festgestellt werden
Die umfangreichen Maßnahmen Kärntens zur Reduktion von Feinstaub (PM10) zeigen Wirkung. Wie Umweltreferent Rolf Holub heute, Mittwoch, mitteilt, konnte der Grenzwert für den Feinstaub-Jahresmittelwert im vergangenen Jahr an allen zwölf Kärntner Luftgüte-Messstationen unterschritten werden. Dies zeige der „Luftgütebericht 2015“, der von der Umweltabteilung des Landes erstellt wurde. „Die Feinstaubgrenzwerte wurden im Jahresdurchschnitt nicht nur eingehalten, sondern teilweise deutlich unterschritten. Wir sind mit unseren Maßnahmen zur Feinstaubreduktion damit am richtigen Weg“, zeigt sich Holub erfreut. Ungünstige meteorologische Situationen führten 2015 zwar zu einzelnen Tages-Überschreitungen an bestimmten Messstellen, der Jahresschnitt sei aber mehr als positiv zu bewerten.

Der Jahresschnitt liege zudem nicht nur bei Feinstaub, sondern auch bei anderen untersuchten Schadstoffen unter den gesetzlich festgelegten Grenzwerten. So gab es bei PM2,5 (einer feineren Fraktion des Feinstaubs), Ozon (O3), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Benzol im Jahr 2015 keine Grenzwertüberschreitungen. Bei Stickstoffdioxid (NO2) gab es nach der EU-Luftqualitätsrichtlinie keine Überschreitungen, nach dem strengeren österreichischen Immissionsschutzgesetzes-Luft sei die Überschreitung an einer Messstelle zu verzeichnen. „Dabei handelt es sich um die Klagenfurter Nordumfahrung A2. Hier wird deutlich, dass besonders vom Verkehr die stärksten Schadstoffbelastungen verursacht werden“, so Holub. Umso wichtiger sei es, in diesem Bereich Maßnahmen zu setzen. „Der erst kürzlich vorgestellte Mobilitätsmasterplan kann mit der Stärkung des Öffentlichen Verkehrs und alternativen Mobilitätsangeboten eine Entlastung bringen“, meint der Umweltreferent.

Neben dem Verkehr gilt der Hausbrand als größter Schadstoff-Verursacher. Maßnahmen für eine Verbesserung der Luftgüte seien daher für Ebenthal-Zell vorgesehen, wo es auf Grund von Hausbrand zu leichten Überschreitungen (Benzo(a)pyren) gekommen sei. Im Bereich des ehemaligen Werksgeländes der Bleiberger Bergwerksunion in Arnoldstein werde mit einem speziellen Messprogramm die Bleibelastung überprüft, um hier geeignete Maßnahmen zur Schadstoffreduktion zu erarbeiten.

„Wir sind stark darum bemüht, die Qualität der Kärntner Luft nicht nur laufend zu kontrollieren, sondern mit gezielten Maßnahmen Schritt für Schritt zu verbessern. Mit der neuen Heizanlagen-Verordnung sowie der gezielten Förderung und der ständigen Umsetzung von Nah- und Fernwärmeanschlüssen wird der Hausbrand weiter eingedämmt. Der Mobilitätsmasterplan wiederum soll zu Entlastungen im Verkehrsbereich sorgen“, so Holub.

Download: IGL Jahreskurzbericht 2015
Infos unter www.umwelt.ktn.gv.at


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm