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Land Kärnten forciert gesunde Ernährung durch Produkte aus heimischer Landwirtschaft

05.08.2016
LHStv.in Prettner, LR Benger: Noch stärkere Verwendung von regionalen und biologischen Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen
 Das Land Kärnten setzt eine Reihe von referatsübergreifenden Initiativen, um in öffentlichen Einrichtungen die Verwendung heimischer und biologischer Lebensmittel zur forcieren. Dieses Ziel verfolgt eine dafür eingesetzte Arbeitsgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Regionalität. „Speziell in der KABEG, aber auch in anderen öffentlichen Institutionen liegt der Fokus auf regionalen Lebensmitteln mit höchster Qualität“, sagt Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Im Jahr 2015 wurden durch die KABEG 83 Prozent des Einkaufsvolumens für Lebensmittel von Kärntner Handels-Unternehmen bezogen. Dieser Anteil wird kontinuierlich ausgebaut. Für Agrarlandesrat Christian Benger ist klar: „Wir selbst haben es in der Hand, den heimischen Wirtschaftskreislauf in Schwung zu halten. Wenn unser Steuergeld im Land bleibt, sichern wir hier die Arbeitsplätze und Lehrstellen.“ Vor allem müsse die öffentliche Hand vorleben, was man vom Konsumenten täglich erwarte, nämlich, dass er zu heimischen Produkten greift.

Seit Dezember lasse das Bundesvergabegesetz es zu, dass öffentliche Einrichtungen bei der Lebensmittelbeschaffung nicht mehr den Billigstbieter nehmen müssen, sondern sich am Bestbieter orientieren können. „Der Bestbieter ist immer der regionale Anbieter mit den heimischen Lebensmitteln, die auf höchstem Niveau unter strengsten Auflagen hergestellt werden“, weist Benger hin. In der Arbeitsgruppe Regionalität erarbeitet man nun Details, wie die Beschaffung heimischer Produkte und die Logistik dahinter funktionieren können. „Es geht beispielsweise um Mengen oder Transportmöglichkeiten. Klar ist der Nutzen für alle, bleibt das Geld im Land, steigen die Investitionen im Land“, hält Benger fest.

Prettner verweist außerdem auf die Initiative „Gesunde Gemeinde“, die seit 2002 besteht. „Seither werden im Bereich der gesunden Ernährung Bauern aus der Region durch Projekte und Maßnahmen unterstützt“, so Prettner. 40 Betriebe in Kärnten beteiligen sich außerdem bereits an dem Programm „Gesunde Küche“, das gemeinsam vom Land Kärnten und dem Gesundheitsland Kärnten ins Leben gerufen wurde. Auch hier steht die Verwendung von Produkten aus kontrollierter und heimischer Landwirtschaft im Mittelpunkt. Auch zahlreiche „Gesunde Schulen“ und „Gesunde Kinderkärnten“ setzen Schwerpunkte unter dem Aspekt „heimische Produkte kennenlernen und verwerten“. Gemeinsam mit Seminarbäuerinnen wird Kindern ein Einblick in die Landwirtschaft gewährt. „Gesunde Ernährung mit der Qualität heimischer und saisonaler Produkte wird in Kärnten von Kindesbeinen an gefördert, um auf nachhaltige Wertschöpfung ebenso zu achten wie auf gesundheitsfördernde Essgewohnheiten“, betont Prettner.

Benger erklärt, dass das Genussland Kärnten Ausgangspunkt vieler regionaler Initiativen sei und wesentlich zur Bewusstseinsschaffung für heimische Produkte beigetragen habe. „Durch diese Initiative konnten wir Umsätze bei bäuerlichen Vermarktern um bis zu 20 Prozent steigern. Wirte und Geschäfte sind längst Partner dieser Qualitätsinitiative für heimische Produkte“, so Benger.


Rückfragehinweis: Büros LHStv.in Prettner/LR Benger
Redaktion: Robitsch/Geistler-Quendler/Böhm