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Schäden in Höhe von 220.000 Euro bei Straßen und Wegen in Radenthein und Irschen

09.08.2016
LR Benger vor Ort in Radenthein
Seit dem Unwetter in den Gemeinden Irschen und Radenthein haben die Experten und Bauleiter der Agrarabteilung des Landes gemeinsam mit den Bürgermeistern die entstandenen Schäden an Straßen und Wegen in den Gemeinden erhoben. Vorige Woche war LR Christian Benger bei Bürgermeister Michael Maier in Radenthein. Auch die Experten der Agrarabteilung waren mit vor Ort, um die Prioritäten zu besprechen und nächste Schritte für Schadensbehebung und Abwicklung.

Vermurungen, Verklausungen, Hangrutschungen, Überschwemmungen, umgefallene Bäume, beschädigte Bachübergänge machen in Summe in den Gemeinden Irschen und Radenthein 220.000 Euro aus. Gemeinden wie diese verfügen jedoch über ein jährliches Investitions-Budget von nur rund 300.000 Euro. Zwei Drittel des Budgets der beiden Gemeinden machen nun die Schäden aus – unbewältigbar.

„Für die Gemeinden ist diese Summe zur Wiederherstellung der Straßen und Wege nicht alleine zu stemmen, weil diese Zusatzkosten in den ohnehin knappen Gemeindebudgets nicht berücksichtigt sind“, erklärt Benger die Situation.

Aus der Agrarabteilung werden für die Sanierung der betroffenen Wegstücke rund 80.000 Euro aufgewendet werden. „Ich möchte betonen, dass der überwiegende Teil der zerstörten Straßen und Wege öffentliche Anlagen sind. Diese Unwetterschäden bzw. die Zerstörung betreffen die Allgemeinheit, nicht die Bewirtschafter alleine“, so Benger. Arztbesuche, Job, Schule, Kindergarten, Einkauf, Tourismus, Erholung – die Straßen und Wege sind laut Benger Lebensadern im ländlichen Raum. Da es sich also hauptsächlich um öffentliche Wege handelt, hat die Gemeinde auch zusätzlich Anspruch auf Mittel aus dem Katastrophenfonds, sodass 50 Prozent der Kosten von dort ersetzt werden.

Zuerst gilt es daher nun, die sofortige Befahrbarkeit wieder herzustellen. Viele betroffene Stellen werden dann in weiterer Folge einer größeren Sanierung unterzogen werden. Die Summe von 220.000 Euro betrifft beide Sanierungsphasen. „Zu bedenken gebe ich auch, dass auch die Anrainer ihren Beitrag immer wieder leisten. Niemand, der in der Stadt wohnt, muss zu Straßen-Sanierungen dazu zahlen, obwohl die Straßen in den Tälern auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen“, gibt Benger zu bedenken.

Sanierungsbedarf aller betroffenen Wege in Kärnten und Unterstützung durch das Land: Insgesamt haben die Unwetter in 12 Kärntner Gemeinden Schäden an den öffentlichen Wegen verursacht; rund 65 Kilometer lang wäre die durchgehende beschädigte Strecke; 250 Beteiligte (Einzelpersonen sind es deutlich mehr) an den Wegen sind betroffen. Gesamt: 718.000 Euro Baukosten, Fördermittelbedarf: 247.000 Euro


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch