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WIRTSCHAFT

LR Benger: Neue Tourismusförderungen schaffen Investitions-Schub

18.08.2016
Verdreifachung der Tourismus-Investitionen in Kärnten: Bis dato 16,8 Mio. Euro Investitionsvolumen genehmigt - Projekte mit über 70 Mio. Investitionsvolumen stehen an
In Kärnten gibt es seit Jänner neue Richtlinien für Tourismusförderungen. Sie galten von Beginn an in ganz Österreich als best-practice-Beispiel. „Wir haben Förderungen, die sich am Bedarf der Unternehmer orientieren. Es wurde mit dem KWF, mit Unternehmern gemeinsam eine Förderpyramide erarbeitet, die unbürokratischer ist und Investitionen erleichtert – vom Kleinstunternehmer bis hin zu Leuchtturmprojekten“, sagte heute, Mittwoch, Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Erstmals reichen die Förderungen von Haftungsübernahmen über Barzuschüsse bis hin zu mehreren Varianten geförderter Kredite und Zinszuschüssen.

Die Wirkungsorientierung der Förderungen bringt nun eine Verdreifachung der touristischen Investitionen in Kärnten. Projekte mit über 70 Millionen Euro Investitionsvolumen stehen an.

Der KWF hat davon bis dato 16,8 Millionen Euro an Investitionsvolumen genehmigt. Konkrete Förderansuchen, die am Tisch liegen und bei welchen eine Projekteinschätzung laut KWF möglich ist, belaufen sich auf 38 Mio. Euro Investitionsvolumen. Große Projekte liegen in der Pipeline, hängen sie doch unter anderem von Genehmigungsverfahren ab, sodass schlussendlich ein Investitionsvolumen von über 70 Mio. Euro entsteht. 2015 betrug das Investitionsvolumen in Summe 21 Mio. Euro.

Diese gezielte Förderpyramide für Kärntens Hotellerie, Gastronomie, die Freizeitbetriebe und für Infrastruktur erleichtert Investitionen und macht den heimischen Tourismus wettbewerbsfähig. Wichtig vor allem für die kleinstrukturierte Wirtschaft in Kärnten ist, dass es Förderrichtlinien ab einer Investitionssumme von 10.000 Euro gibt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der ÖHT (Österreichische Hotel- und Tourismusbank) wurden auch die bürokratischen Hürden für die Unternehmer reduziert. Durch die Vernetzung von KWF und ÖHT ist für ein Projekt nur mehr ein Förderantrag notwendig.

„Dass die als für ganz Österreich als ,best-practice-Beispiel‘ geltende Förderstrategie KWF-ÖHT von den Kärntner Touristikern gut angenommen wird, zeigen die aktuellen Zahlen“, erklärte Wolfgang Kleemann von der ÖHT. Denn das Investitionsvolumen könne im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht werden.

Auch die Vorgaben für eine Förderung entsprechen der Notwendigkeit in Kärnten. „Die Förderungen richten sich danach, was uns touristisch nachhaltig weiterbringt, die Wertschöpfung erhöht und die Betriebe wettbewerbsfähig macht“, betonte Benger. Immerhin trage die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2,3 Milliarden Euro jährlich zur Kärntner Gesamtwirtschaft bei. Gäste geben in Kärnten jährlich zwei Milliarden Euro aus.

Qualitätsverbesserung, Betriebsgrößen-Optimierung, Angebotsdiversifizierung, Innovation, Errichtung und Verbesserung von touristischen Infrastruktureinrichtungen, Schaffung und Verbesserung von Personalunterkünften, Umwelt- bzw. sicherheitsbezogene Einrichtungen, Barrierefreiheit oder Investitionen im Zuge von Betriebsübernahmen werden gefördert.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Stirn