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Gemeinsam Kreuzeckbahn erhalten

29.08.2016
Kaiser, Benger: Lokalaugenschein in Gemeinden Reißeck und Mühldorf zeigte Wichtigkeit der Kreuzeckbahn für Tourismus und Almwirtschaft in der Region - Verbund soll weiter für Wartung aufkommen
Um ihre Solidarität mit den Gemeinden Reißeck und Mühldorf für den Erhalt der Kreuzeckbahn zu zeigen, und sich ein Bild von der Situation zu machen, luden Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Christian Benger, heute Montag, gemeinsam zu einem Ortsaugenschein ein. Rund 100 Gemeindebürger, Lokalpolitiker und Vertreter der Almbauern nahmen an der Wanderung im Gebiet Reißeck-Kolbnitz teil. Im Besitz der Bahn und für die technische Wartung zuständig ist der Verbund, der am Kreuzeck seit 1955 ein Speicherkraftwerk betreibt, die Bahn in der Form aber nicht mehr weiterbetreiben möchte. Die beiden Gemeinden Mühldorf und Reißeck sorgen für den touristischen Betrieb. Bei der gegenüberliegenden Reißeckbahn wurde der Betrieb dieses Jahr eingestellt.

„Wir setzen heute dort fort, wo wir bei der kürzlich stattgefundenen Bürgerversammlung verblieben sind. Gemeinsam mit den heute anwesenden Mitgliedern der Gemeindepolitik, des Landestages, National- und Bundesrates werden wir für eine positive Zukunft sorgen. Wir tun was in unserer Macht liegt, müssen unsere Interessen in Wien aber gemeinsam vertreten“, erklärte Kaiser. Er könne sich keinesfalls vorstellen, dass es die Bahn in Zukunft nicht mehr geben solle. Es gelte eine Reihe von Maßnahmen zu setzen, die von allen mitgetragen würden.

„Ziel ist es sich heute aus erster Hand zu informieren, um dem Verbund gegenüber ein Ziel zu definieren“, sagte Tourismusreferent Benger.

Die Gemeinden planen die Kreuzeckbahn für den Tourismus und die Almbauern zu erhalten, immerhin hängen 30 Arbeitsplätze daran. Bis 2017 soll der Betrieb gesichert sein, die Konzession läuft laut Auskunft der Gemeinden bis 2034.

Die Gemeindevertreter NRAbg. Bgm. Erwin Angerer und Vizebürgermeister Thomas Stefan wiesen auf die Einzigartigkeit der Kreuzeckbahn hin, die seit der Inbetriebnahme 1956 in dieser Form besteht. Ziel sei es, dass der Verbund weiterhin die Wartung übernehme und die Gemeinden als Betreiber fungieren. Auf die drastische Situation wiesen unter anderem der von den Gemeinden für den Betrieb zuständige Franz Amlacher und Almmeister Richard Huber hin, die die Tour zu Poldis Jausenstation auf der Mirnek-Alm sowie zur Klinghütte auf der Mühldorferalm führten. Bis zu 20.000 Wanderer nutzen die Kreuzeckbahn jedes Jahr, an starken Tagen sind es bis zu 500 Personen.

Ihre Unterstützung signalisierten weiters Bundesrat Bürgermeister Günther Novak, die Landtagsabgeordneten Andreas Scherwitzl, Alfred Tiefnig und Markus Malle sowie Bürgermeisterin Anita Gössnitzer.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LH Benger
Redaktion: Gerd Kurath
Fotohinweis: LPD/Just (Fotos folgen)