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LOKAL

Unwetter: Rasche Unterstützung bei Aufräumarbeiten und Wiederaufbau

01.09.2016
Kaiser, Prettner: Bei Ortsaugenschein in Gemeinden Afritz, Wolfsberg und Treffen wurde ein Bündel an finanziellen Maßnahmen für Menschen und Gemeinden zugesagt. Reform des Regionalfonds wird rasch vorangetrieben. Wilbachverbauung in Afritz startet 2017.
Rasche Hilfe versprachen Landeshauptmann Peter Kaiser und LHStv.in Beate Prettner den von den schlimmen Unwettern vergangenen Montag geschädigten Menschen in der Gemeinde Afritz bei einem Lokalaugenschein heute, Donnerstag. Gemeinsam mit Bürgermeister Max Linder, Militärkommandant Walter Gitschtaler, Christof Seyman von der Wildbach- und Lawinenverbauung und weiteren Experten waren die beiden Regierungsmitglieder in der Ortschaft Kraa, wo sich 25.000 Kubikmeter Geröll, Schlamm und Bruchholz einen Weg der Verwüstung bahnten.

Gestern war Katastrophenschutzreferent Kaiser in St. Margarethen/Lavanttal, wo der übergetretene Weißenbach Schaden angerichtet hatte und heute verschaffte er sich gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Glanznig auch einen Überblick in der Gemeinde Treffen. Wichtig sei es dabei, den Menschen Mut zuzusprechen und Hoffnung zu geben, so Kaiser.

„Bei all dieser Tragik bin ich erleichtert, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist. Ich danke allen Einsatzkräfte vor Ort für die vorbildliche und rasche Hilfe“, erklärte Kaiser beim Anblick des zerstörten Gebietes von ca. 15 Kilometer. Rund 70 Häuser sind von der Katastrophe betroffen. Einsatzkräfte von Bundesheer, Feuerwehr, Baufirmen und Freiwillige arbeiten derzeit an der Räumung des Schutts aus den Häusern und von den Flächen rundherum.

„Für die Privathaushalte steht das Nothilfswerk zur Verfügung, das mit insgesamt 2,5 Millionen des Landes und des Bundes gespeist ist“, so Kaiser, der damit dem Wunsch Linders entgegen kam, den Menschen vor Ort Hilfe angedeihen zu lassen. Die Anträge dafür müssen bei der Gemeinde eingebracht werden. Abgestimmt mit Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig hat der Landeshauptmann eine Soforthilfe für die Schäden an Straßen, Brücken usw. zugesagt. Die Höhe hängt vom geschätzten Schaden ab. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis es die 50-prozentige Rückerstattung der Schadenskosten aus dem Bundeskatastrophenfonds für die Gemeinde gibt.

„In Abstimmung mit Gaby Schaunig und Gemeindeabteilungsleiter Franz Sturm wird derzeit an einer Reform des Regionalfondsgesetzes gearbeitet, sodass es in Zukunft für die Gemeinden eine größere, über die 50 Prozent hinaus gehende Unterstützung geben könnte“, kündigt Kaiser an.

Prettner stellte finanzielle Hilfe für die betroffenen Familien aus dem Fördertopf „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ in Aussicht. „Es ist ein Wunder, dass niemand schwerer verletzt wurde. Es ist ein weiteres Wunder, wie schnell die Aufräumarbeiten voran gehen. Die Afritzerinnen und Afritzer beweisen wie gut der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist, wenn es darauf ankommt. Ich sehe darin einen großen Mehrwert“, meinte Prettner. „Das Schadensausmaß kann derzeit noch gar nicht fest gemacht werden. Jetzt müssen wir den Bach wieder in die richtigen Bahnen leiten und die Aufräumarbeiten vorantreiben“, erklärte Linder.

Am Montag, dem 5. September (19 Uhr), gibt es im Afritzer Kultursaal eine Informationsveranstaltung für die Betroffenen, an der auch Experten des Landes teilnehmen werden. Seyman erklärte, dass derzeit an einem Verbauungsprojekt in dem Gebiet gearbeitet werde. Der Bau soll 2017 starten.

Info: Videobeitrag auf kärnten.tv


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Mag. Gerd A. Kurath
Fotohinweis: LPD /Just