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Regierungssitzung 2 – Kärntner Gesundheitsfonds weist „gesunden“ Rechnungsabschluss auf

06.09.2016
LHStv.in Prettner legte Tätigkeitsbericht des Kärntner Gesundheitsfonds vor – 830 Millionen Euro flossen 2015 über KGF in Kärntner Gesundheitsbereich – 330 Millionen kamen vom Land für Krankenanstalten

159.312 Patienten wurden im Jahr 2015 stationär in den elf Kärntner Fondskrankenanstalten behandelt. Ein Jahr davor waren es 164.369. Das heißt: „Die Reduzierung von rund 5000 Patienten ist ein augenscheinlicher positiver Effekt unseres ambitionierten Bedarfs- und Entwicklungsplanes“, stellte heute, Dienstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, im Pressefoyer nach der Regierungssitzung, dem Regionalen Strukturplan Gesundheit ein „gesundes“ Zeugnis aus.

Betrachtet man die Altersstruktur, so ist festzuhalten, dass sich die Zahl der älteren Patientinnen und Patienten sukzessive erhöht, während jene der jüngeren Generation erfreulicherweise leicht sinkt. Der Anteil der Altersklasse 90+ lag im Jahr 2013 bei zwei Prozent, im Jahr 2015 bereits bei 2,3 Prozent. „Positiv zu vermerken ist, dass die Anzahl der Belegstage weiter gesenkt werden konnte: Im Jahr 2011 zählten wir noch mehr als eine Million Belegstage, 2014 waren es rund 964.000 und 2015 nur noch 930.000 Belegstage“, so Prettner.

Eine weitere imposante Zahl: 830,68 Millionen Euro sind im Vorjahr in den Kärntner Gesundheitsbereich geflossen, davon hat das Land selbst 330 Millionen Euro für die Krankenanstalten gestemmt. Der Rest entfällt unter anderem. Auf die Sozialversicherung, Bundesgesundheitsagentur, Gemeinden, Patienten etc. 10,14 Millionen Euro wurden an die Träger der Fondskrankenanstalten für Investitionen (z.B. medizinisch-technische Geräte) ausbezahlt.

Schon 2014 lag das Land Kärnten bei den ermittelten Ausgaben gemäß Monitoring um 4,49 Prozent unter der definierten Ausgabenobergrenze (laut 2013 beschlossener Bundesgesundheitsreform darf die maximale Steigerung 3,6 Prozent per anno betragen). „Auch 2015 und 2016 unterschreiten wir die Ausgabenobergrenze um 34 Millionen Euro (4,5 Prozent) bzw. um 37,5 Millionen (4,84 Prozent). Der Sparkurs stimmt, und das bei gleichzeitiger Steigerung einer qualitativ sinnvollen und hochwertigen Versorgung“, verwies Prettner auf eine zunehmend effektive und effiziente Gesundheitsversorgung in Kärnten hin.

Prettner berichtete auch über die Zustimmung für das neue Bundesgesetz, mit dem die Registrierung von Gesundheitsberufen (Gesundheitsberuferegister-Gesetz) erlassen und das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, das MTD-Gesetz sowie das Bundesgesetz über die Gesundheit Österreich GmbH geändert wird. „Damit geht ein Qualitätssprung für zehn betroffene Berufsgruppen einher. Die Registrierung muss alle fünf Jahre neu erfolgen, und eine Voraussetzung dafür sind zum Beispiel laufende Fortbildungen“, teilte die Gesundheitsreferentin mit. Als Registrierbehörde fungiert bei den angestellten Personen künftig die Arbeiterkammer bei den Freiberuflern die Gesundheit Österreich GmbH.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger