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Volkshochschule Kärnten: Lernen begleitet das ganze Leben

07.09.2016
LHStv.in Schaunig: Programm wird laufend aktualisiert – Ziel: Perspektiven für Leben und Arbeitsmarkt durch Bildung
Vor acht Jahren wurde von der Kärntner Volkshochschule eine wertvolle und nachhaltige Netzwerkveranstaltung ins Leben gerufen. Seitdem können sich unterschiedlichste Kärntner Institutionen auf unkonventionelle Art und Weise austauschen und kooperieren. Dienstagabend wurde von der VHS zu einem „Conversations Dinner“ in die Alte Schule in Ferlach geladen, um sich in Gesprächen über Themen wie zum Beispiel Grund- und Basisbildung auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

„Die Volkshochschule ist eine Erwachsenenbildungseinrichtung, die durch öffentliche Angebote das organisierte Lernen professionell ermöglicht“, betonte LHStv.in Gaby Schaunig, die auch für Arbeitnehmerförderung zuständig ist. „Das Programm wird laufend aktualisiert und wichtigen Schwerpunkten angepasst“.

Die VHS hat sich seit 2008 kontinuierlich in allen Bereich stark entwickelt. Das belegen eindrucksvolle Zahlen. 24.000 Menschen nahmen an zahlreich angebotenen Kursen teil. Rund 600 nebenberufliche Trainer/-innen an 45 Kursorten und 50 hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen halfen den Kursteilnehmern das Defizit zu verringern. „Unsere Projekte werden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene gefördert. Wir kooperieren mit verschiedensten Einrichtungen österreich- und EU-weit“, betonte Geschäftsführerin Beate Gfrerer.

Vielen Menschen war es gar nicht bewusst, dass sie nicht sinnerfassend lesen können. Rund 970.000 Österreicher/-innen im Alter von 16 bis 65 Jahren weisen eine niedrige Lesekompetenz auf und sind dadurch in Beruf und Alltag benachteiligt. „Nicht-Lesen-Können macht krank“, wissen Experten aus ihrer langjährigen Erfahrung. Lesen ist die Voraussetzung für jedes weitere Lernen. In Kärnten weisen 63.000 Personen zusätzlich einen Basisbildungsbedarf auf.

Eine neue Zielgruppe für die VHS sind jugendliche Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, die nicht mehr schulpflichtig sind. Für sie ist es vor allem zu Beginn wichtig, sie an eine geregelte Tagesstruktur zu gewöhnen und eine Orientierung samt Perspektive zu geben. „Ich bedanke mich bei allen Trainer/-innen und Mitarbeiter/-innen für ihren unermüdlichen Einsatz, Menschen mit Defiziten beim Lesen und der Bildung zu unterstützen, so Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis
Foto: Büro LHStv.in Schaunig