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Das bringt das Schuljahr 2016/17

08.09.2016
LH Kaiser, LSR-Präs. Altersberger: Kein Rückgang bei Gesamtschülerzahlen – Inklusion, Ausbau der Bildungszentren und Erweiterung der Ganztagesangebote gehen zügig voran
Erstmals seit Jahren gibt es keinen Rückgang der Gesamtschülerzahlen in Kärnten – mit dieser erfreulichen Nachricht startet unser Bundesland in das Schuljahr 2016/17. Für 61.575 Kinder und Jugendliche davon rund 5.739 Taferlklassler geht hierzulande kommende Woche der Schulalltag wieder los – das sind um 384 mehr als noch im Vorjahr. Mit dieser positiven Meldung und vielen Neuerungen traten heute, Donnerstag, Bildungsreferent LH Peter Kaiser und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger im Medienraum der Kärntner Landesregierung vor die Presse. Der Ausbau und die Investitionen in Bildungszentren, die Ganztagesangebote und die österreichweit einzigartigen Fortschritte im Bereich der Inklusion standen unter dem Titel „Neues Schuljahr 2016/17“ im Mittelpunkt.

Als sehr erfreulich wertete Kaiser den zügigen Ausbau der Bildungszentren. Seit den Sommerferien 2016 sei man bemüht darum, Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 18,6 Millionen Euro umzusetzen. 75 Prozent kämen aus dem Kärntner Schulbaufonds, 25 Prozent vom jeweiligen Schulerhalter.

„Österreichweit einzigartig sind die Fortschritte die wir im Inklusionsbereich machen“, freute sich Kaiser. In Kärnten haben rund 2.027 Schüler einen sonderpädagogischen Förderbedarf – davon werden nur mehr 306 Mädchen und Burschen in Sonderschulen und 1.721 in Integrationsklassen unterrichtet. Ziel sei es laut Kaiser, bis zum Schuljahr 2019/20 in Kärnten keine Sonderschulen mehr zu benötigen.

Um den hohen Bildungsstandard halten zu können, beschäftige Kärnten mehr Lehrer als vom Bund vorgegeben. „Allein der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf liegt bei uns bei 4,35 Prozent. Vom Bund refundiert werden aber lediglich 2,7 Prozent. Das heißt es bleiben 190 Dienstposten, für die Kärnten mit 7,8 Millionen Euro aufkommen muss, um den Vorgaben des Bundes gerecht werden zu können“, so der Bildungsreferent.

Auch der Ausbau der Ganztagesschulen gehe gut voran. Insgesamt konnte eine Steigerung der Schülerzahlen von 2.461 im Jahr 2012 auf 4.792 im kommenden Schuljahr verzeichnet werden. Zusätzlich werden noch rund 4.200 Schüler in Horten betreuet.

Die Aufwertung der ehemaligen BAKIP, also Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, zur Bildungsanstalt für Elementarpädagogik strich Altersberger in seinen Ausführungen hervor. Mit Kaiser teilte er die Meinung: „Der stufenlose Übergang vom Kindergarten in die Grundschule muss stufenlos werden. Mit der Aufwertung der Ausbildung wird dem Rechnung getragen.“

Kompetenzorientierte Lehrpläne, das Aufteilen des Schuljahres in Module und alternative Benotungssysteme seien nur einige Neuerungen, die auf Kärntens Schüler zukämen. Ein „Sitzenbleiben“ könnte es aufgrund der angestrebten Semestrierung schon bald nicht mehr geben. Um die Kinder und Jugendlichen auf die Eigenverantwortung die damit auf sie zukommt optimal vorbereiten zu können, würden bereits spezielle Lerncoaches ausgebildet.

„Die angestrebte Schülerzahl von 20 konnte in der neuen Mechatronik-Außenklasse der HTL Klagenfurt in Spittal bereits im ersten Semester übertroffen werden“, freute sich Altersberger über eine weitere Neuerung in diesem Schuljahr.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Landesschulrat für Kärnten
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Eggenberger