News

LOKAL

Feuerwehr-Altkommandanten trafen sich in Seeboden

10.09.2016
Feuerwehrreferent LH Kaiser: Keine billige Sparpolitik auf Kosten der Freiwilligen Feuerwehren - Bedrohungsszenarien haben sich verändert - Naturkatastrophen erfordern neue Einsatzabläufe

Das diesjährige, traditionelle Feuerwehr-Altkommandantentreffen, es findet jedes Jahr in einem anderen Bezirk statt, ging heute, Samstag, in Seeboden über die Bühne. Seitens des Regierungskollegiums nahm Feuerwehrreferent Landeshauptmann Peter Kaiser an der Veranstaltung teil.

Der Landeshauptmann dankte in seiner Rede den ehemaligen Kommandanten für ihre jahrzehntelange Führungsarbeit. „Sie waren Wegbereiter des erfolgreichen und modernen Kärntner Feuerwehrwesens und ich bitte Sie, ihre Erfahrung ihm weiterhin zur Verfügung zu stellen“, so Kaiser. Um Altkommandant zu werden, muss man in Kärnten über mindestens eine Periode hinweg Kommandant gewesen und über 65 Jahre alt sein.

Der Landeshauptmann ging auch auf  die Unwetterkatastrophe in Afritz ein, und hob das Zusammenrücken der Feuerwehren und aller Einsatzkräfte hervor. „Egal bei welchen Ereignis auch immer, die Freiwilligen Feuerwehren Kärntens sind immer bestens abgestimmt. Der Katastrophenzug und die Villacher Pioniere leisten vor Ort Übermenschliches, ihre Präsenz gibt den Afritzern wieder Mut und von Tag zu Tag greift wieder Optimismus um sich“, stellte Kaiser fest. Explizit hob der Landeshauptmann auch Afritz Bürgermeister Max Linder hervor: „In seiner Funktion als Gemeindeoberhaupt und Feuerwehrmann verfügt er über großen Weitblick und dafür zolle ich ihm meinen Respekt“.

Keineswegs verhehlte der Landeshauptmann, dass sich die Bedrohungsszenarien verändert hätten. „Schon lange sind es nicht nur mehr die Brände. Technische Einsätze und Naturkatastrophen erfordern neue Kenntnisse und Einsatzabläufe aller Feuerwehrmänner“, so Kaiser.

Zu der im Raum stehenden Sparpolitik, auch im Bereich der Feuerwehren, stellte Kaiser unmissverständlich fest. „Es wird keine billige Sparpolitik geben. Alle Feuerwehren des Landes müssen modern ausgestattet sein, damit der hohe Sicherheitsstandard auch weiterhin der Bevölkerung des Landes zur Verfügung steht.

Begrüßt wurden die rund 300 Gäste, mit Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober an der Spitze, vom stellvertretenden Landesfeuerwehkommandanten Rudolf Robin. Er dankte allen Altkommandanten für ihren Blick nach vorne, für ihren Idealismus und ihre Begeisterung. „Jede der 399 Freiwilligen Feuerwehren in Kärnten ist ein homogener Baustein und die Seele des Ortes. Ihr habt die Fäden gezogen, sie gebündelt und fokussiert“, so Robin. Grußworte überbrachten auch Landtagsabgeordneter Ferdinand Hueter und Seebodens Bürgermeister Wolfgang Klinar. Tenor beider Redner. „Die Gesellschaft braucht Leute wie Euch“.

Der Landeshauptmann besuchte auch das 7. Seebodener Strudelfest. Bei ihm wurden den Besuchern über 30 Strudelvariationen angeboten. „Strudelliebhaber kommen hier bei all den Spezialitäten und der Geselligkeit nicht zu kurz. Vielleicht gibt es ja nach dem Kaiserschmarrn auch einmal einen Kaiserstrudel“, stellte Kaiser lächelnd fest. Bereits zum dritten Mal wurde heute die Seebodner Strudelkönigin bzw. der Seebodner Strudelkönig gekürt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
10.September 2016
Nr. 806, 3.000 Zeichen
Fotohinweis: LPD/Augstein