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Forstarbeiter-WM: Kärnten räumte groß ab

11.09.2016
Bildungsreferent LH Kaiser gratuliert Mathias Morgenstern und Jürgen Erlacher zu drei Einzelweltmeistertiteln – Morgenstern errang Junioren-Vizeweltmeistertitel
Bei der 32. Forstarbeiter-Weltmeisterschaft in Wisla (Polen) trumpften die Kärntner im österreichischen Team groß auf. Juniorenweltmeister Mathias Morgenstern (24 Jahre, Lendorf, Hühnerberg) errang seine Einzel-WM-Titel im Zielfällen und Kombinationsschnitt. Der letzte Bewerb, das Entasten, erwies sich jedoch als Achillesferse. Morgenstern wurde Junioren-Vizeweltmeister. Jürgen Erlacher (24 Jahre, Radenhein/Kaning) errang WM-Gold im Präzisionsschnitt und belegte in der Gesamtwertung Rang vier.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser gratulierte heute, Sonntag, den beiden Weltmeistern zu ihren Erfolg. „Kärnten wird mit den Leistungen von Mathias und Jürgen einmal mehr ins internationale Rampenlicht gestellt. Mathias war schnell und punktgenau und zeigte, dass sein Weltrekord bei der letzten Weltmeisterschaft in der Schweiz kein Zufall gewesen war“, so Kaiser: Der Lendorfer legte den riesigen Stamm lediglich um vier Zentimeter neben die Zielmarkierung – und das vor den Augen seiner jubelnden Fans und des gesamten Teams. Morgenstern durfte noch eine zweite Goldmedaille bejubeln, da seine Leistung von 198 Punkten im Kombi-Schnitt unangetastet blieb.

Nervenstärke bewies Erlacher, der kurz davor seine Paradedisziplin, das Kettenwechseln, völlig verhaut hatte. „Wenn jemand so ein Malheur eiskalt wegsteckt und mit einem schier unglaublichen Präzisionsschnitt 244 Punkte und Gold erreicht, dann ist er ein würdiger Champion“, so der Landeshauptmann.

Dank gab es vom Bildungsreferenten auch für die beiden Kärntner Betreuer Armin Graf (Trebesing) und Johannes Kröpfl (Arnoldstein/Pöckau). „Die Teamtrainingslager unter ihrer Ägide im Waldsportzentrum Litzlhof haben sich mehr als bezahlt gemacht“.

Durchaus stolz kommentierten Morgenstern und Erlacher bzw. Coach Graf den bisherigen WM-Auftritt. „Ein geiler Tag Ich habe mich auf die Mastenfällung gefreut. Dass es dann so aufgeht und der Stamm nur vier Zentimeter Abweichung auf 15 Meter aufweist, ist echt grandios“, so Morgenstern. „Im Kettenwechseln ist gar nix gelaufen. Dafür ist dann im ‚Präzi‘ alles perfekt gelaufen. Obwohl ich nichts riskiert habe, war der Versatz dennoch grenzwertig – aber es hat schlussendlich gepasst“, analysierte Erlacher. „In diesem Sport ist die Welt ein Dorf geworden. Fast jeder kann gewinnen. Daher freuen wir uns, dass uns so viel aufgegangen ist. Wenn wir in der Junioren-Wertung von vier möglichen Goldmedaillen drei holen, ist das sensationell“, lautete das Resümee von Graf.

In Wisla, der Heimatstadt des ehemaligen Weltklasse-Skispringers Adam Małysz waren die weltbesten Forstwettkämpfer aus 27 Nationen am Start. Neben den Einzelbewerben (Kettenwechsel, Kombinierter Schnitt, Präzisionsschnitt, Zielfällung und Entasten), dem daraus resultierenden Team-Bewerb, Österreich landete mit Jürgen Erlacher heute, Sonntag, auf Rang neun, wurde auch der spektakuläre Staffelwettbewerb, die Länderstafette, ausgetragen. Dem österreichischen Team gehörten noch Benjamin Greber (Vbg.), Markus Herzog (NÖ) und Harald Umgeher (NÖ) an.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: kommunikationsagentur.sengstschmid