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Größte Wasseraufbereitungsanlage in Klagenfurt eröffnet

15.09.2016
LH Kaiser: Die Standortwahl dieses innovativen Unternehmens bestätigt, dass Kärnten auf dem richtigen Weg ist
Das ofi – Forschungsinstitut für Chemie und Technik (Wien) - ist der Experte für Werkstoffanwendungen und Bauwerkserneuerung. Es prüft die Zuverlässigkeit von Werkstoffen - ob für den Einsatz im Fahrzeugbau, bei Verpackungen oder im Bauwesen. Die 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ofi garantieren mit ihrer Arbeit täglich Qualität und Sicherheit von Werkstoffen und Bauwerken.

Das ofi Kompetenzzentrum für Wasseraufbereitung und -desinfektion wurde heute, Donnerstag, in Klagenfurt (Pischeldorfer Straße 28a) feierlich eröffnet. Dabei handelt es sich um den größten Prüfstand für UV-Desinfektionsanlagen im eurasischen Raum. Als unabhängige Instanz zur Prüfung und Beurteilung innovativer Trinkwasseraufbereitungstechnologien garantiert das ofi damit nationalen, sowie internationalen Anlagenbauern Produktqualität und -sicherheit, die in weiterer Folge für die einwandfreie und unbelastete Trinkwasserversorgung ganzer Gebiete und Regionen immens wichtig ist. Das Projekt realisierte das ofi in Kooperation mit den Stadtwerken Klagenfurt, auf deren Areal die Prüfstelle errichtet wurde. Standortleiter ist Jürgen Zechner.

Zur feierlichen Eröffnung des neuen Betriebsstandortes in Klagenfurt fanden sich viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft ein, darunter Landeshauptmann Peter Kaiser, Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, ofi-Präsident Hubert Culik, Stadtwerkevorstand Sabrina Schütz-Oberländer und WK-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller. Kaiser und Maria-Luise Mathiaschitz betonten die Bedeutung der Prüfstelle für die Stadt Klagenfurt und das Land Kärnten und zeigten sich überaus erfreut über die internationale Ausrichtung des Kompetenzzentrums.

„Es freut mich, dass dieser innovative Betrieb, der sich mit der wichtigsten Rohstoffquelle, dem Wasser, auseinandersetzt, sich in Kärnten angesiedelt hat“, sagte der Landeshauptmann. Die Standortwahl dieses international agierenden Unternehmens zeige, dass sich Kärnten in die richtige Richtung hin entwickle.

„Die heutige Eröffnung dieses neuen Standortes ist ein Freudentag für unser Land und gibt unserer Hoffnung und unserem Optimismus Nahrung, dass es nach der Lösung der HETA-Haftungsfrage in Kärnten wieder aufwärts geht“, bekräftigte Kaiser. Er wünschte dem Unternehmen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit in Kärnten alles Gute.

ofi-Geschäftsführer Georg Buchtela erklärte, dass die Experten am neuen Betriebsstandort im Bereich Trinkwasseraufbereitung neue Wege gehen, ihr Wissen konzeptionell wie operativ hervorragend einsetzen. „Durch den Bau dieser weltweit einzigartigen Anlage ist es dem Team rund um Standortleiter Jürgen Zechner gelungen, das ofi einmal mehr als Marktführer auch auf internationaler Ebene zu positionieren. Das ist ein sehr großer Erfolg“, so Buchtela.

Sabrina Schütz-Oberländer, Vorstandsmitglied der Stadtwerke Klagenfurt, wies auf die Bedeutung der Kooperation von ofi und Stadtwerken Klagenfurt hin, wodurch sich ein wichtiger Zusatznutzen ergebe.

Desinfektion mittels ultraviolettem Licht kommt seit geraumer Zeit überaus erfolgreich zum Einsatz, drängt Chlor als Desinfektionsmittel immer mehr in den Hintergrund. Die Vorteile der Desinfektion von UV gegenüber Chlor sind u.a. Geruchs- und Geschmacklosigkeit. Wasserwerke von Stadt, Land, Bund aber auch von privaten Anbietern müssen sich auf einwandfreie Anlagen verlassen können, hängt doch die Gesundheit von abertausenden Menschen davon ab. Keime, Bakterien, Legionellen u.Ä. gilt es von vornherein lückenlos zu eliminieren. Dies muss bereits vor Inbetriebnahme einer Anlage geprüft und gewährleistet sein und auch während des Betriebs immer wieder kontrolliert werden. Zertifzierung und regelmäßigen Kontrollen erfolgen aus einer Hand über das ofi.

Das ofi ist Gründungsmitglied der Austrian Cooperative Research (ACR), des Dachverbandes der kooperativen Forschungseinrichtungen Österreichs.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotos: LPD/Eggenberger