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Mountainbike-Strecken: Durchbruch für Grundbesitzer

16.09.2016
LR Benger begrüßt nach langen Verhandlungen Einigung in Ausschusssitzung im Landtag – Keine Mountainbike-Strecken ohne Einverständnis der Grundbesitzer

  Als Durchbruch bewertet Agrarlandesrat Christian Benger die Entscheidung im Naturschutzausschuss im Kärntner Landtag, wonach Moutainbike-Strecken in Kärnten nur mit dem Einverständnis der Grundbesitzer errichtet werden dürfen. Speziell Forstwege werden von den Radsportlern gerne genutzt, immer wieder kommt es zu Unfällen und Konflikten.

„Der Wald ist Wirtschaftsraum, ein Forstweg ist eine Gefahrenzone. Die Waldbewirtschaftung ist gesetzlich vorgeschrieben und der Wald ist auch Eigentum. Wir müssen Lösungen haben, die alle schützen, vor allem den Grundbesitzer“, stellt Benger einmal mehr klar. Immer wieder wurde in den letzten Monaten die völlige Freigabe der Forstwege für Mountainbiker gefordert. „Das geht nicht, immerhin geht es auch um Haftungen, wenn ein Biker einen Unfall auf einer Forststraße hat. Das kann bis hin zur Existenzgefährdung reichen“, weist Benger hin.

Doch nun konnte in der Ausschusssitzung des Kärntner Landtages Einigung erzielt werden. Die Forderung, alle Forststraßen fürs Mountainbiken zu öffnen, sei laut Benger damit vom Tisch. Im Kärntner Landtag haben sich die Fraktionen der Zukunftskoalition geeinigt. „Ohne Einverständnis des Grundeigentümers wird kein Forstweg zur Bikerstrecke. Ich weiß, dass das Raderlebnis in der Natur boomt und das Tourismus- und Freizeitland Kärnten Strecken braucht, trotzdem kann es kein Drüberfahren über Grund, Boden und Eigentum gehen“, so Benger.

Speziell sogenannte Single-Trails im Bereich von Aufstiegshilfen, wie schon auf der Petzen, sollten forciert werden, aber auch nur im Einvernehmen mit den Besitzern. „Ich bin froh, dass endlich Einigung erzielt werden konnte und dass die Einsicht im Sinne der Grundeigentümer nun gegeben ist“, sagt Benger. Zusätzlich liegen Vertrags-, Versicherungs- und Beschilderungsnormen vor, wonach sich alle zu richten haben. „Vor allem die Versicherungsfrage für den Eigentümer ist geklärt, das Land übernimmt den Beitrag für die Prämien“, stellt Benger klar.

In Kärnten gibt es rund 23.000 Waldbesitzer und derzeit rund 2.600 Kilometer Mountainbike-Strecken mit neuen Verträgen und der Versicherung für die Besitzer.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm