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Afritz: Agrartechnik bleibt auf „Standby“ vor Ort

16.09.2016
LR Benger: Mitarbeiter der Agrartechnik haben bisher in 600 Arbeitsstunden rund 35.000 m³ Schadmaterial deponiert
Zum wiederholten Mal besuchte Agrarlandesrat Christian Benger gestern, Donnerstag, Afritz, wo neun Mann der Agrartechnik seit dem zweiten Tag nach dem Murenabgang mit Großgeräten bei den Aufräumarbeiten tätig sind. „Das Agrarreferat des Landes stellt Mann und Maschine zur Verfügung. Die Leute leisten zum Teil sehr gefährliche Arbeit, ihre Anwesenheit gibt den Menschen vor Ort auch Sicherheit“, sagte Benger. Laut Auskunft der Einsatzleiter vor Ort würden die Aufräumarbeiten vorbildhaft über die Bühne gehen.

Auf Grund der fürs Wochenende angekündigten drohenden Niederschläge hat Benger als zuständiger Referent gestern die Agrartechniker angewiesen, vor Ort zu bleiben. „Damit die Menschen nicht alleine sind, falls sich Material in Bewegung setzt und sofort geholfen werden kann“, begründete Benger. Denn mit den Niederschlägen wird befürchtet, dass das lockere Schadmaterial erneut in den Ort geschwemmt wird.

Die neun Agrartechniker sind zuständig für die Deponierung des Schadmaterials. In 600 Arbeitsstunden haben sie bis dato auf einer von ihnen errichteten Deponiefläche in der Größe von 1,5 Hektar rund 35.000 m³ Schadmaterial verteilt und eingeebnet. Zum Vergleich: auf einen LKW gehen rund 10 m³ Material. Die Agrartechnik ist mit sechs Großgeräten, wie Beispielsweise Baggern, vor Ort. Weiters haben die Agrartechniker für den Abtransport des Schadmaterials Straßen errichtet, haben Schutzwälle aufgeschüttet und Leitwände aufgestellt. „Der Wert des Einsatzes der Agrartechnik des Landes wird derzeit mit 50.000 Euro beziffert. Die Burschen leisten super Arbeit“, so Benger.

An Spitzentagen sind rund 270 Mann mit 53 Großgeräten in Afritz, um Schlamm, Geröll und entwurzelten Bäumen Herr zu werden. Generell seien, so Benger nach dem Expertengespräch vor Ort, „keine Murenabgänge in dieser Größenordnung bekannt. Man rechnet in Afritz mit rund 60.000 m³ Schadmaterial. Der Wildbach sei bis dato im Gefahrenzonenplan als sogenannter „Schläfer“ eingestuft gewesen, der höchstens 5.000 m³ Material bringen könnte. Es habe sich nach Auskunft der Menschen vor Ort auch noch nie etwas zugetragen. Es wird derzeit vermutet, dass sich Regenwasser, ähnlich einem Sack, unter der Oberfläche eines Hanges gesammelt hat. Dieser Wassersack sei dann quasi geplatzt und habe die Mure ausgelöst.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger