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Baustellenbesuch am Klagenfurter Flughafen

17.09.2016
LH Kaiser: Flughafen hat Zukunftsorientierung, Kärntner Lösung wäre am besten – EU-weite Ausschreibung für Beteiligung erfolgt nach Heta-Lösung
Bei der Pistensanierung am Klagenfurter Flughafen laufen derzeit alle Arbeiten plangemäß. Wenn das Wetter mitspielt, können sie termingerecht abgeschlossen werden und die Piste kann am 4. Oktober nach dreiwöchiger Sperre wieder in Betrieb genommen werden. Diese Informationen erhielt Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag, bei einem Lokalaugenschein auf der Megabaustelle. Um die 18.000 Tonnen Asphalt wurden hier bereits aufgebracht, insgesamt werden es 60.000 Tonnen sein. 125 Arbeiter stehen im Einsatz, zu Spitzenzeiten waren es sogar 250.

Für den Landeshauptmann wäre eine Kärntner Lösung für den Flughafen die beste. Nach der Heta-Lösung könne jedenfalls die EU-weite Ausschreibung für eine Beteiligung erfolgen. Kanzleien seien damit bereits beauftragt und es sollte noch heuer geschafft werden. „Wir haben hier ein gutes Angebot um einen Flughafen mit Zukunftsorientierung. Ich gehe von einem großen Interesse aus, auch von Kärntner Unternehmen“, meinte Kaiser. Die Investition in den Flughafen sei für das Bundesland wichtig. „Es geht hier um das Beste für den Flughafen und Kärnten“, so Kaiser.

Beim Baustellenbesuch wurde Kaiser von Flughafendirektor Max Schintlmeister und Betriebsleiter Harald Stoutz begleitet. Er sprach mit Vertretern der bauausführenden Firmen Strabag und Swietelsky, Strabag-Bauleiter Markus Hubmann konnte der Landeshauptmann zum Geburtstag gratulieren. Martin Buchta von der Firma Nievelt als Vertreter der örtlichen Bauaufsicht erklärte, dass die 21 Tage der Pistensperre fünf Schlechtwettertage als Zeitpuffer beinhalten, von denen bisher noch keiner aufgebraucht wurde.

Nach über 50 Jahren Dauerbetrieb wurde die Sanierung der Start- und Landebahn auf einer Länge von ca. 2.100 Meter notwendig. Ohne diese Pistensanierung würde der Kärnten Airport ab 2017 keine Zulassung mehr für den Flugbetrieb erhalten. Auch waren die Instandhaltungskosten von jährlich 271.000 Euro der alten Betonplatten nicht mehr wirtschaftlich. Bei den innerhalb von 24 Stunden abgeschlossenen Abbrucharbeiten wurden ca. 10.000 Tonnen Betonabbruch in rund 450 LKW-Fuhren entfernt. Die bestehende Betondecke wurde dann mit sogenannten Fallschwertern „entspannt“ und wird gerade mit Asphalt überbaut. Drei Asphaltschichten werden es am Ende sein, mit einer Höhe von rund 24 Zentimeter in der Pistenmitte und rund 16 Zentimeter am Rand. Um die durchschnittlich fünf Asphaltfertiger zu versorgen, arbeiten vier Asphaltmischanlagen gleichzeitig, 55 LKW erledigen die Anlieferung. Überwiegend sind auf der Baustelle Kärntner Firmen im Einsatz.

Infos unter www.kaernten-airport.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Kärnten Airport
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Eggenberger