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Pflegende Angehörige, die „unsichtbaren“ Stützen

30.09.2016
Informationstag für pflegende Angehörige in Feldkirchen – Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner informierte über Maßnahmen des Landes – „Sozial-Navi“ als erste Anlaufstelle
 Der Amthof Feldkirchen war gestern, Donnerstag, Schauplatz eines Info-Tages für jene Menschen, die – quasi „unsichtbar“ – unbezahlbaren Dienst für die Gesellschaft leisten: Angehörige von Pflegebedürftigen. „In Würde altern zu können, ist eine der wichtigsten Zielsetzungen von verantwortungsvoller Sozialpolitik“, erklärte LHStv.in Beate Prettner, Sozial- und Gesundheitsreferentin des Landes Kärnten. Altern in Würde quasi lückenlos zu ermöglichen, sei aber nicht nur Herzensanliegen, sondern auch Herausforderung – Nicht zuletzt aufgrund einer finanziellen Situation, die schon bessere Zeiten erlebt habe, so Prettner. Dennoch sei sie der Überzeugung, dass die Lebensqualität von zu pflegenden Menschen an erster Stelle zu stehen habe. „Hier zu sparen, wäre ein Sparen am absolut falschen Platz“, betonte die Referentin.

Laut Prettner sei es aber auch notwendig, die Lebensqualität der Pflegenden zu verbessern. Hierbei verwies sie auf eine Reihe von Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren verbessert bzw. ins Leben gerufen wurden. „Es sind zwar nur Steinchen in einem Mosaik, aber je mehr Steinchen wir schaffen, desto stimmiger wird das Gesamtbild“, betonte die Gesundheitsreferentin. Die Maßnahmen reichen von der Kurzzeitpflege über den Urlaub für pflegende Angehörige bis zu Gesprächen und Kursen unter dem Motto „Von Profis lernen“.

Angeboten werden auch verstärkt Kurse zur Begleitung von Menschen mit demenzieller Erkrankung: „Die Reise ins Vergessen – Leben mit Demenz“ heißt der Lehrgang. Die Kursgebühr von 200 Euro wird erstattet. Der Lehrgang will helfen, sich auf altersverwirrte Menschen trotz aller Schwierigkeiten, Herausforderungen und persönlicher Verunsicherung einzulassen, sie ernst zu nehmen, ihre Würde zu bewahren, ohne aber die eigenen Bedürfnisse außer Acht zu lassen.

Explizit angesprochen wurde zudem die Übergangspflege bzw. Übergangsbetreuung. Sie ist eine Überbrückungshilfe nach einer Akutbehandlung im Krankenhaus. Je nach pflegerischer Notwendigkeit wird die Übergangspflege bis zum Ausmaß von 28 Tagen in einer Pflege- oder Betreuungseinrichtung gewährt. Als erste Anlaufstelle dient den Betroffenen das „Kärntner Gesundheits-, Pflege- und Sozialservice“ (GPS). Angesiedelt ist es in den Bezirkshauptmannschaften. „Dieses ‚Sozial-Navi‘ weist den Bürgerinnen und Bürgern den Weg bei allen Fragen rund um das Thema Gesundheit, Pflege, Soziales“, erklärte Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm