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Internationaler Tag der älteren Generation

30.09.2016
27 Prozent der Kärntner Bevölkerung sind älter als 60 Jahre – LHStv. Prettner weist auf Herausforderungen der demografischen Entwicklung hin und stellt Maßnahmen vor
 27 Prozent der Kärntner Bevölkerung sind älter als 60 Jahre. 2050 könnten es 40 Prozent sein. LHStv. Beate Prettner weist im Vorfeld zum „Tag der Senioren“ (1. Oktober) auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung hin und stellt Maßnahmen vor.

Noch nie zuvor im Laufe der Geschichte konnten Menschen ein so hohes durchschnittliches Lebensalter, von 80 bis 85 Jahren, erreichen wie heute. Seit 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung verdoppelt. In Kärnten leben (mit Stand 1. 1. 2016) 152.463 Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Das entspricht 27,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es rund 22 Prozent. Laut Prognose wird sich die Zahl der plus 60-Jährigen bis 2050 dramatisch weiter erhöhen – auf 40 Prozent! Übrigens: 106 Personen haben in Kärnten ihren 100. Geburtstag schon hinter sich. 5,8 Prozent sind älter als 80 Jahre, 15,1 Prozent älter als 70.

Die Bevölkerung wird nicht nur älter, die älteren Menschen bleiben auch länger aktiv. Die heutigen Seniorinnen und Senioren sind im Durchschnitt gesünder, vitaler und vielfach finanziell unabhängiger und an keinem Rückzug aus der Gesellschaft interessiert. Zahlreiche ältere Menschen bedürfen freilich auch der Pflege und finanzieller Unterstützung. Auch deren Zahl steigt ständig an. So beziehen in Kärnten aktuell 6,2 Prozent der Bevölkerung ein Pflegegeld.

Der „Internationale Tag der älteren Menschen“, auch Tag der Senioren oder Weltseniorentag genannt, wurde 1990 durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Älteren und den Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, zu würdigen. „Es ist aber auch ein Tag, an dem wir uns alle unserer Aufgaben und Pflichten gegenüber den SeniorInnen bewusst sein sollten – und der Herausforderungen, die damit verbunden sind“, erklärt Kärntens Gesundheits- und Sozialreferentin LHStv. Beate Prettner.

Gesundheitliche Betreuung, Pflegesicherung, finanzielle Sozialhilfe auf der einen Seite. Möglichkeiten zur Weiterbildung, Angebote zur Erhaltung der Mobilität, Schaffung sozialer Infrastruktur, Angebote zur aktiven Einbindung in die Gesellschaft auf der anderen Seite. Die To-Do-Liste ist umfangreich.

„Ein wichtiger Aspekt wird in Zukunft die Lebens- und Wohnsituation sein: Wir müssen neue Wohnmodelle andenken und umsetzen“, so Prettner. Gemeint sind insbesondere Wohnmodelle, die generationenübergreifend sind - Alt und Jung. Einige Pilotprojekte sind in Kärnten bereits im Laufen: Das jüngste „Kind“ ist das „Wohnen für Hilfe“: Studenten und Senioren unter einem Dach. Die Zauberformel lautet „1 Quadratmeter für eine Stunde Hilfeleistung pro Monat“.

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, mit unterschiedlichsten Maßnahmen und Angeboten dazu beizutragen, dass ältere Menschen möglichst lange fit und gesund bleiben und in den eigenen vier Wänden leben können“, sagt LHStv. Prettner. Deshalb initiiert und unterstützt sie Projekte, die auf dieses Fitbleiben abzielen. Beispiel: „Gesund aktiv im Alter“ gemeinsam mit dem ASKÖ oder „Lebenskunst Altern“ in zehn Kärntner Gemeinden oder „Intergenerative Seniorenbildung“, dazu zählt z.B. „EDV für Senioren - Oma surft und Opa googelt“. Darüber hinaus greift man immer wieder Seniorenprojekten mit Subventionen unter die Arme, wie beispielsweise Seniorentheatergruppen für Workshops und professionelles Coaching etc.

„Mein Ziel ist es mitzuhelfen, die „dritte Lebensphase“ zu einem vielfältigen, aktiven und wertvollen Lebensabschnitt zu machen. Älter werden in Selbstbestimmung und Würde“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv. Prettner
Redaktion: C. Grabner