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WIRTSCHAFT

Regierungssitzung 3: Exportoffensive für Lebensmittel Verarbeiter

03.10.2016
LR Benger berichtete über neue Investitions-Förderung für lebensmittelverarbeitende Betriebe in Kärnten
Preisverfall durch zu hohe Mengen, Russlandembargo, Ernteausfälle nach Extremwitterungen – all diese Phänomene drängen Kärntens Landwirte an den Rand ihrer Existenz. Vor allem die kleinstrukturierte Milchwirtschaft steht vor wirtschaftlichen Problemen. „Es geht aber nicht nur um die Landwirtschaft alleine. Es geht um den gesamten ländlichen Raum und um die heimische Lebensmitteproduktion. Einbußen in dem Bereich betreffen die gesamte Gesellschaft. Alleine 180 Mio. Euro machen die Investitionen der bäuerlichen Betriebe im Jahr aus. Diese fließen direkt in die regionale Wirtschaft“, fasste, heute, Montag, nach der Regierungssitzung im Pressefoyer Agrarreferent LR Christian Benger die Situation zusammen.

Daher habe das Land Sofortmaßnahmen für die Milchbetriebe, den Transportkostenzuschuss in Höhe von 500.000 Euro beschlossen. Zusätzlich wurde eine Mengenreduktion von der EU unterstützt, 400.000 Euro flossen nach Kärnten. „Wir haben Maßnahmen auf mehreren Ebenen getroffen. Die Soforthilfe von Seiten des Landes bei Milch ist ausbezahlt, die Unterstützung für zerstörte Wege in den Tälern und Gemeinden läuft. Aber es sind auch Bundes- und EU-Maßnahmen nötig“, gab Benger bekannt.

Eine neue Form der Förderung, um den regionalen Wirtschaftskreislauf und die Lebensmittelproduktion in Kärnten zu stärken, ist die Exportoffensive für Verarbeitungsbetriebe. Sie wurde vor wenigen Tagen im Rahmen der Landesagrarreferentenkonferenz in Graz mit Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter beschlossen.

„Wir müssen neue Märkte aufmachen, um unsere Produktion und damit die Einkommen, die Investitionen und die Arbeitsplätze zu erhalten“, so Benger. Die vorhandene Investitions-Förderung, die dem Export dient, wird nun um fünf Prozentaufgestockt aus Mitteln der EU, des Bundes und der Länder. „Die Verarbeiter erschließen neue Märkte, investieren in Abfüllanlagen oder Verpackungsanlagen und sichern damit die landwirtschaftliche Produktion den Bauern den Absatz“, erläuterte Benger den Mehrfachnutzen dieser Förderung. Betroffen wären in Kärnten die Molkereien wie Kärntner Milch, Bergland Milch, oder die Fleischverarbeiter wie Marcher, Ilgenfritz oder Wech.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger