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Regierungssitzung 7 - Hochwasserschutz verhinderte 2016 Schäden in Millionenhöhe

03.10.2016
LR Holub: Schäden in Höhe von 4,6 Millionen Euro konnten im heurigen Jahr vermieden werden – Rund 300 Beschäftigte sorgen in Kärnten für langfristige Sicherheit
Der heurige Sommer war von zahlreichen Hochwasserereignissen geprägt. Aus diesem Grund präsentierte Umweltreferent LR Rolf Holub dem Regierungskollegium heute, Montag, einen Bericht über die bisherigen Hochwasserereignisse sowie die in Kärnten derzeit getätigten Hochwasserschutzmaßnahmen.

Eines hatten alle Hochwasserereignisse in diesem Jahr gemeinsam: „Durch örtlich begrenzte, aber sehr heftige Gewitterzellen mit hohen Niederschlagsintensitäten waren nur kleine Einzugsgebiete und damit auch nur kleinere Gewässer betroffen“, erklärte Holub. Die aufgetretenen Schäden könnten derzeit jedenfalls nur sehr grob abgeschätzt werden: Alleine die kürzlichen Vermurungen durch den Tronitzerbach in Afritz richteten Schäden in der Größenordnung mehrerer Millionen Euro an. Dagegen sei die Summe aller Schäden an den durch die Bundeswasserbauverwaltung betreuten Gewässern mit rund einer Million Euro deutlich geringer.

Auf Grund der guten Datengrundlagen könne erstmals auch der durch Hochwasserschutz verhinderte Schaden angegeben werden: „Dank der Investitionen in den Hochwasserschutz konnten im heurigen Sommer Schäden in der Höhe von rund 4,6 Millionen Euro vermieden werden“, so Holub. Es seien rund 300 Personen in Kärnten im Bereich des Hochwasserschutzes beschäftigt: „Dazu kommt, dass das Investitionsvolumen so gut wie ausschließlich der lokalen Bauwirtschaft zugutekommt. Hochwasserschutz ist daher auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, berichtete Holub.

Insgesamt wurde 2016 im Hochwasserschutz ein Investitionsvolumen rund 30 Millionen Euro ausgelöst: „Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe, der sich das Land Kärnten gemeinsam mit dem Bund und den jeweiligen Interessenten auch weiterhin stellen wird. Hochwasserschutz vermeidet nicht nur Schäden, er rettet im Extremfall auch Leben“, sagte der Umweltreferent, der allen Beschäftigten im Hochwasserschutz seinen Dank für ihren wichtigen Einsatz aussprach.

Holub informierte außerdem, dass heute um 14 Uhr das Portal zur Vergabe der Motorbootlizenzen eröffnet werde. „Es wird alles von einem Notar überprüft, die Transparenz ist gegeben.“ Über die große europäische Umweltschutzkonferenz ENCORE (Environmental Conference of the Regions of Europe), die am 23. September 2016 in Pörtschach unter dem Vorsitz Kärntens stattgefunden hat, berichtete Holub, dass auch Nordrhein-Westfalen sich an der gemeinsamen Stellungnahme gegen das tschechische Kernkraftwerk Dukovany beteiligen werde.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Sternig