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POLITIK

Erstmals Qualitätsoffensive für Gastronomie-Betriebe im ländlichen Raum

10.10.2016
LR Benger: Kärntens Themenhütten investieren über 3,2 Mio. Euro in die Qualität – Erster „Hütten-Call“ ein Erfolg – Neue Ausschreibung betrifft Förderungen für Qualitätsverbesserung in Gastronomiebetrieben im ländlichen Raum

„Klar, unbürokratisch, einfach in der Abwicklung, in Zusammenarbeit mit den Betroffenen entwickelt und effektiver Nutzen – das ist zusammengefasst die erste Qualitätsoffensive für Themenhütten in Kärnten. Wir haben es das erste Mal gemacht, die Investitionsbereitschaft ist da, sowohl im Sinne der Qualität als auch im Sinne der Tourismusstrategie“, fasste Tourismuslandesrat Christian Benger heute, Montag, zusammen. Konkret geht es um die Qualitätsoffensive für Themen-Almhütten, die der Kärntner Wirtschaftsförderung Fonds (KWF) heuer im Mai erstmals ausgeschrieben hat.

„Entsprechend der Tourismusstrategie haben wir die Offensive für unsere Hütten in den touristischen Gebieten gestartet. Die Investitionen sollen die höchste Konzentration südlicher Lebensqualität erlebbar machen“, erklärte Benger. Der Rücklauf habe alle Erwartungen übertroffen. In Frage sseien auf Grund der klaren Richtlinien rund 70 Themen-Almhütten gekommen. 25 Anträge hat der KWF laut Benger am Tisch liegen, die Abwicklung erfolgt zügig, damit die Umsetzung der Projekte beginnen kann. „Es war ein Versuch, eine Förderrichtlinie für eine klare Zielgruppe zu erstellen und er war erfolgreich“, so Benger. Immerhin entstehe ein Investitionsvolumen von über 3,2 Millionen Euro.

„Die Richtlinie wurde innerhalb kürzester Zeit konzipiert, mit den Stakeholdern abgestimmt und mit einem Förderbudget von 1,5 Mio. Euro attraktiv dotiert. Sie ist ein Erfolg“, so KWF-Vorstand Erhard Juritsch. Gefördert wurden Investitionen ab 10.000 Euro. Mit Oktober ist diese Richtlinie ausgelaufen. Unter „Themen-Hütten“ werden laut Juritsch Gastronomiebetriebe verstanden, die während der gesamten Winter- bzw. Sommersaison geöffnet haben und in einem Skigebiet direkt an der Piste oder an einer Berg- oder Talstation liegen, oder in einem alpinen Wintererholungsraum, der von Touren-Skifahrern, Schneeschuhwanderern, Rodlern und Winterspaziergängern regelmäßig frequentiert wird.

Nun setzt Benger auf die Qualitätsverbesserung in den Tälern und Regionen Kärntens. Konkret gibt es erstmals eine KWF-Richtlinie für Qualitätsverbesserungen in Gastronomiebetrieben im ländlichen Raum. „Wir stärken den ländlichen Raum, indem wir die Strukturen erhalten. Doch ist auch da ein Maß an Qualität ein Muss“, so Benger. Die neue Richtlinie ist bereits zu beantragen, sie läuft bis 15. Dezember 2016 und umfasst einen zinsenfreien ERP-Kleinkredit und einen nicht rückzahlbaren KWF-Zuschuss in Höhe von 20 Prozent.

„Regionalität betrifft alles, Einkaufen vor Ort, heimische Lebensmittel kaufen, verarbeiten, ins Gasthaus im Ort gehen, beim Verein vor Ort aktiv sein. Wir brauchen aktive Ortschaften“, hielt Benger fest. Es geht laut Benger um Investitionen, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern und vor allem um die gastronomische Nahversorgerfunktion der Gasthäuser am Land erhalten. Projekte bis maximal 300.000 Euro werden unterstützt. Das Projekt läuft über KWF und Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (ÖHT), nur ein Antrag ist zu stellen.

Informationen: Ida Tomaschitz, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds, 0463 – 55 800-10; Mario Klaffl, Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH, 01 – 515 30-76


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm