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WIRTSCHAFT

Tourismus-Mobilitätstag: Von der Haustür bis ins Hotel-Bett

11.10.2016
LR Benger: Neues Projekt in Kärnten sichert Gästen den Transport von einem öffentlichen Verkehrsmittel zum Hotel
Unter dem Titel „Sanftmobiles Naturerlebnis Kärnten“ entsteht eine neue Qualität für Gäste, die mit einem öffentlichen Verkehrsmittel nach Kärnten kommen. „Mit dem Projekt ist gesichert, dass sie vom öffentlichen Verkehrsmittel direkt zu ihrem Hotel kommen. Der Schwerpunkt dieser Aktion liegt also auf der ‚last mile‘“, erklärte Tourismuslandesrat Christian Benger heute, Dienstag, anlässlich des Österreichischen Tourismus-Mobilitätstages in Velden.

Kärnten muss laut Benger auf allen Wegen erreichbar sein und es müsse sichergestellt sein, dass der Gast von seiner Haustür problemlos das Hotel-Bett erreicht. Mit dem Projekt werde ein kärntenweiter Bahnhofshuttle-Service aufgebaut. Ziel seien jährlich 15.000 bis 17.000 Gäste, die mit der Bahn nach Kärnten kommen. Weiters werde ein Naturerlebnis-Shuttle aufgebaut, um die Gäste gezielt zu Naturerlebnis-Programmen zu führen.

Zahlen würden belegen, dass immer mehr Gäste ihr Auto nicht verwenden und stressfrei an ihren Urlaubsort gelangen wollen und weiters offenlegen, dass 50 Prozent der in Großstädten lebenden Menschen gar kein Auto mehr haben. Wer in der Stadt lebe, reduziere automatisch seine Mobilitätskosten. Auch bei den Jugendlichen in Städten nehme die Bedeutung des Autos ab, immer weniger Führerscheine würden in Großstädten gemacht. Für Benger hat Kärnten entsprechende Angebote zu schnüren.

„Das Tourismusland braucht Angebote, die dem Zeitgeist entsprechen. Sei es der Schutz der Natur, des Klimas oder stressfreies Reisen“, so Benger. Erst fünf Prozent der Gäste würden mit der Bahn nach Kärnten kommen. Die Bahn werde aber im Sommer wie im Winter immer attraktiver als Verkehrsmittel für die Urlaubsreise angesehen, da der Zeitfaktor eine nicht mehr so große Rolle spiele und Staus kein Thema seien. So sei die Differenz München-Klagenfurt mit Auto oder Bahn lediglich eine halbe Stunde – ohne Stau. „Kärnten positioniert sich mit diesem Thema als Destination für sanfte Mobilität. Wir verbinden mit diesem Projekt das Angenehme mit dem Nützlichen“, fasste Benger zusammen.

Das Projekt läuft in Kooperation von Kärntner Tourismusregionen, Kärnten Werbung und Lebensministerium. In Summe werden 450.000 Euro aufgewendet: 200.000 Euro vom Bund, 110.000 Euro vom Land Kärnten, der Kärnten Werbung und 140.000 Euro von sieben Tourismusregionen Kärntens (Villach – Faaker See – Ossiacher See, Nassfeld-Pressegger See – Lesachtal – Weissensee, Klopeinersee – Südkärnten, Mittelkärnten, Millstättersee, Wörthersee sowie Nockberge).


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm