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Kostenlose Konsumentenberatung

12.10.2016
LHStv.in Schaunig: Land zahlt Beratungsbeitrag für kostenloses Service aller Kärntnerinnen und Kärntner
Die Hälfte aller Beratungsfälle der Arbeiterkammer Kärnten im Bereich des Konsumentenschutzes betreffe Nichtmitglieder der Arbeiterkammer. „Deshalb wird ein Beitrag des Landes Kärnten für die Beratungsleistungen bezahlt, damit alle Kärntnerinnen und Kärntner das kostenlose Service der Arbeiterkammer in Anspruch nehmen können, unabhängig davon, ob sie Arbeiterkammerumlagen entrichten oder nicht“, betonte gestern, Dienstag, LHStv.in Gaby Schaunig im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Thema „Betriebskosten-Check“.

Hauptsächlich nehmen Pensionistinnen und Pensionisten sowie Selbstständige als Konsumenten in ihrem privaten Bereich dieses Service in Anspruch. Zusätzlich zur Beratungstätigkeit der Konsumentenberatung wird durch die Betriebskostenaktion eine Schwerpunktberatung unmittelbar im Anschluss an die Betriebskostenabrechnungen für Mieterinnen und Mieter seit nunmehr drei Jahren erfolgreich angeboten. Neben den Beratungsleistungen bieten die Expertinnen und Experten der Arbeiterkammer Kärnten auch rechtspolitische Anregungen für das Land Kärnten. Diese sind auch in den Entwurf für eine Novelle zum Wohnbauförderungsgesetz eingeflossen. Das Kärntner Wohnbauförderungsgesetz wurde in seiner Ursprungsfassung bereits mehrmals novelliert und ist daher nur mehr schlecht sinnerfassend lesbar.

„Wir haben uns daher statt einer neuerlichen Novelle zu einer Neufassung des Wohnbauförderungsgesetztes entschlossen, um für alle Bürgerinnen und Bürger eine leichtere Lesbarkeit des Gesetzes sicherzustellen“, so Schaunig. Die gemeinnützigen Wohnvereinigungen und der gemeinnützige Wohnbau seien die besten Preisbremsen am Mietwohnungssektor. Da in Kärnten private Mietwohnungen kaum Mietzinsbegrenzungen unterliegen würden ist ein ausreichendes Angebot an geförderten Mietwohnungen erforderlich, um auch die Preisentwicklung im privaten Wohnungsmarkt sozialverträglich zu gestalten. „Das neue Wohnbauförderungsgesetz wird insbesondere auf die Tatsache Rücksicht nehmen, dass sich Einkommen nicht mehr so wie in der Vergangenheit linear steigend entwickeln. Viele Menschen sind mit Erwerbsunterbrechungen, Insolvenzen von Unternehmen, geringere Einkommen bzw. Erwerbslosigkeit konfrontiert. Dieser Realität muss auch die Mietzinsentwicklung angepasst werden“, unterstrich Schaunig. Da mit dem Wohnbauförderungsgesetz nur Neubauten geregelt werden könnten, befasse man sich parallel dazu mit dem Leerstandsmanagement.

„Egal ob Rechtsberatung, Betriebskostenaktion oder rechtspolitische Inputs, die Konsumentenberater der Arbeiterkammer Kärnten mit ihren Experten Susanne Kißlinger und Michael Tschamer sind verlässliche Partner bei der Weiterentwicklung des Wohnrechtes in Kärnten“, bestätigte Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Sternig 
Foto: Büro LHStv.in Schaunig