News

KULTUR

30 Jahre Universitätskulturzentrum

14.10.2016
LH Kaiser und LR Holub bei Jubiläumsfeier im Lakeside Park
Ausgefallenes und Fremdes, Vertrautes und Heimisches – so bunt wie die Arbeit des Universitätskulturzentrums UNIKUM ist, präsentierte sich gestern, Donnerstag, auch die Zirkusgala anlässlich des 30-jährigen Bestehens im Lakeside Park. Um dem Engagement des UNIKUM-Teams Tribut zu zollen ging selbst Gründungsmitglied Landeshauptmann Peter Kaiser durch einen brennenden Reifen. Geschäftsführer Gerhard Pilgram und Emil Krištof freuten sich nicht nur über „hohe Tiere“ wie Landesrat Rolf Holub, Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz oder Uni-Rektor Oliver Vitouch, sondern auch über großes Publikum in ihrer Manege.

Als Gründungsmitglied wünschte Kaiser zu Beginn seiner Grußworte launig sich selbst alles Gute zum 30er. „1986 lud Papst Johannes Paul II. zum ersten Mal zu einem Weltgebetstreffen für den Frieden nach Assisi“, so Kaiser. Das erste Ergebnis dieses interreligiösen Treffens sei die Gründung des UNIKUMs gewesen, so der Landeshauptmann mit einem Augenzwinkern. „Mir taugt eure Zweisprachigkeit und der Mut zur Avantgarde“, lobte Kaiser und wünschte viel Erfolg für die Zukunft.

Nach ihrem spektakulären „Sprung über ihren eigenen Schatten“, wünschte auch Mathiaschitz alles Gute zum Geburtstag. „Wir sind stolz auf euch. Ihr rundet das Kunst- und Kulturbild der Stadt Klagenfurt ab“, so die Bürgermeisterin.

Als Dompteur und Tierpfleger verkleidet, betonten Krištof und Pilgram, das UNIKUM sei ein Zirkus mit flacher Hirarchie. „Jeder macht alles – und wir alle bemühen uns“, so das Leitmotiv des UNIKUM-Zirkus. Das Team dürfe dabei gerne als Zirkuszelt verstanden werden: „Vielleicht schon ein bisserl verschlissen, aber gut aufgestellt, standfest und wetterfest.“

Das UNIKUM versteht sich als Werkstatt für Kunst- und Kulturprojekte, die nicht nur in Klagenfurt und Kärnten, sondern auch über die Grenzen hinweg stattfinden. Anders als ursprünglich geplant, ist daraus letztlich so etwas wie ein Wanderzirkus entstanden. Die Veranstaltungen des UNIKUM umfassen verschiedenste Bühnenereignisse wie Konzerte, Performances und Lesungen, aber auch Ausstellungen, Installationen und multimediale Aktionen. Die Bandbreite der Projekte erstreckt sich von Großereignissen bis zur stillen Intervention im öffentlichen Raum. Das Kulturprogramm orientiert sich an Leitmotiven und -themen. Anstelle punktueller Veranstaltungen sollen Zyklen, Reihen und Serien entstehen, welche die einzelne künstlerische Darbietung als Teil eines größeren ästhetischen Ganzen lesbar machen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Bauer