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Startschuss für einen Coworkingspace in Hermagor

14.10.2016
LR Benger unterstützt Schaffung – Moderne Büros für moderne Wirtschaft auch im ländlichen Raum

Was in den 80iger und 90iger Jahren die Technologieparks waren, sind heute für die Kreativwirtschaft und die Startups die sogenannten Coworkingspaces. Ein Coworkingspace ist das moderne Gemeinschaftsbüro. In offen gehaltenen Räumlichkeiten teilen sich Startups, Einzel- sowie Kleinstunternehmer aus unterschiedlichsten Branchen gemeinsame Büro-Infrastruktur.

„Durch Coworking entstehen Communities mit gleichen Interessen. Eine neue Art der Zusammenarbeit und trotzdem des eigenständigen Unternehmertums, dem wir in Kärnten endlich Rechnung tragen“, betonte, heute, Freitag, Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Auf Grund der Unterstützung des Landes mit 12.000 Euro sind zahlreiche Coworkingspaces in Kärnten entstanden und die Kärntner Coworking Szene hat sich prächtig entwickelt. Vernetzungsveranstaltungen im ganzen Land sorgen für die Bewusstseinsschaffung für die junge Wirtschaft, für die neue Art der Büros.

Der jüngste Coworkingspace entsteht nun in Hermagor. Bei einer Vernetzungsveranstaltung diese Woche wurden Nägel mit Köpfen gemacht. „Beim Reden kommen die Leute zusammen. Spontan hat sich bei diesem Treffen in Hermagor eine Initiative gebildet“, berichtete Benger. Vor allem konnte auch die Stadtpolitik überzeugt werden, auf dieses Pferd zu setzen.

Die Obfrau der Einkaufsstadt Hermagor, Gudrun Schwarzenlander, wird den neuen Coworkingspace mit einer Größe von 150 Quadratmeter zur Verfügung stellen. Die Stadt Hermagor übernimmt die Ausstattung mit Schreibtischen, Regalen usw. Auch einen Erstmieter gibt es bereits: Herbert Wutti wird mit seiner IT-Firma nicht nur als erster in den Coworktingspace einziehen. Er wird auch für die technische Infrastruktur sorgen und sich um das WLAN kümmern.

„Diese Termine habe ich am liebsten: nicht nur reden, sondern auch gleich tun“, so Benger. In der Schaffung von modernen Gruppenbüros sieht Benger nicht nur eine Chance für den ländlichen Raum, moderne Arbeitsplätze zu schaffen. „Darin ist auch die Bereitschaft zu erkennen, für junge Menschen etwas zu tun, damit sie nicht abwandern, sondern zu Hause erfolgreich sind“, sagte Benger.

Andere Bundesländer zeigen es längst: die Aktivitäten rund um Kreativwirtschaft und Startups wirken gegen die Abwanderung und nützen den Heimkehrern. „Gerade die moderne Wirtschaft siedelt sich auch im ländlichen Raum an, weil Lebensqualität wichtig ist. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende technische Infrastruktur“, erläuterte Benger. Kreative und Startups seien auch maßgeblich für die Entwicklung eines Wirtschaftsstandortes und die Attraktivität eines Landes. „Die traditionelle Wirtschaft braucht die jungen Querdenker, um sich weiter entwickeln zu können“, betonte Benger.

Der wirtschaftspolitische Schwerpunkt Kreativwirtschaft und Startups verfolgt mehrere Ziele:Die Abwanderung stoppen, den Unternehmergeist forcieren, neue Arbeitsplätze schaffen, jungen Menschen eine Perspektive gebe und den Wirtschaftsstandort attraktiv machen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger