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Regierungssitzung 7 – Logistikstandort Fürnitz als große Chance

18.10.2016
LH Kaiser und LR Holub berichten im Pressefoyer – Land Kärnten, Stadt Villach, Gemeinden Finkenstein und Arnoldstein gründen entsprechende Gesellschaft
Heute, Dienstag, fand wieder eine Sitzung der Kärntner Landesregierung mit den Sozialpartnern und dem Arbeitsmarktservice statt. Landeshauptmann Peter Kaiser berichtete im anschließenden Pressefoyer von der positiven Stimmung, es habe auch Lob der Sozialpartner für die Heta-Lösung gegeben. Kaiser erklärte zudem, dass man den Logistikstandort Fürnitz international stärker bekannt machen wolle. Eine entsprechende Gesellschaft von Land Kärnten, Stadt Villach sowie den Gemeinden Finkenstein und Arnoldstein werde gegründet. Das Potential des Standortes strich auch Landesrat Rolf Holub hervor. Es sei eine große Chance, viele Arbeitsplätze zu schaffen.

Kaiser erklärte, dass Fürnitz ein gemeinsamer Vortrag von ihm und Holub mit LHStv.in Gaby Schaunig, LR Christian Benger und LR Gerhard Köfer war. Man wolle alle Kräfte bündeln. An der neuzugründenden Gesellschaft unter dem Dach der Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft (BABEG) solle das Land 51 Prozent Anteil haben, die Stadt Villach 26 sowie die Gemeinden Finkenstein und Arnoldstein jeweils 11,5 Prozent. Als Partner habe man das Verkehrsministerium und die ÖBB gewonnen. 400.000 Euro pro Jahr auf fünf Jahre seien dafür veranschlagt. Laut Kaiser solle es nach zweieinhalb Jahren eine Evaluierung geben, ob diese Struktur erfolgreich sei.

Große Chancen sieht Kaiser vor allem durch den Freihandel über den Hafen Triest oder in Verbindung mit der neuen Seidenstraße. Kontakte habe man zum Beispiel mit dem Hafen Duisburg oder chinesischen Transportbereichen geknüpft. Holub verwies auf den eindeutigen Trend, Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Man wolle die Chance Fürnitz nutzen und aktiv etwas machen.

Zum Thema Heta meinte der Landeshauptmann noch, dass es mindestens bis Jahresende fixer Tagesordnungspunkt bei Regierungssitzungen bleiben werde: „Wir wollen weiter in gewohnter Transparenz über die Abwicklung informieren.“ Ebenso merkte Kaiser an, dass bereits vieles, was mit den Sozialpartnern besprochen wurde, in Realisierung sei. So habe man beispielsweise die Dienstposten beim Land von 3.620 (Stand 1.1.2016) auf 3.582 (Stand 30.09.2016) reduziert. Weitere Zahlen nannte er aus dem Asylbereich. Rund 4.400 Asylwerbende würden sich derzeit in Kärnten aufhalten, Höchststand seien 5.800 im Feber des Jahres gewesen. „Kärnten verzeichnet derzeit 1.501 Leerbetten, davon 1.201 in Bundesstellen“, führte Kaiser an.

Wie auch Holub verwies Kaiser zudem auf die vorgezogenen bauinvestiven Maßnahmen aus dem Kärntenpaket mit den ÖBB. Dafür habe er im Sinne des kollegialen Budgetvollzugs Mittel aus seinen Bereichen Sport und Bildung in Holubs Bereich transferiert.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Holub
Redaktion: Markus Böhm