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POLITIK

Regierungssitzung 8 - Resolution zum Verbot des Schächtens einstimmig beschlossen

18.10.2016
LR Darmann: Aus religiösen Motiven praktizierte Tierquälerei muss verboten werden – Schächtverbot bereits in vielen europäischen Ländern umgesetzt
In der heutigen Regierungssitzung wurde die von Tierschutzreferent Landesrat Gernot Darmann eingebrachte Resolution an die Bundesregierung zum Verbot ritueller Schlachtungen ohne vorausgehende Betäubung der Schlachttiere (Schächtung) einstimmig beschlossen. „Es kann und darf nicht alles unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit erlaubt sein. Daher muss es im Selbstverständnis einer modernen Gesellschaft liegen, das Schächten als eine aus religiösen Motiven praktizierte Tierquälerei zu verbieten“, betont Darmann.

Der Tierschutzreferent weist in seiner Resolution auf den Widerspruch in der bestehenden Gesetzeslage hin. Laut § 32 Abs. 5 Tierschutzgesetz dürfen rituelle Schlachtungen ohne vorausgehende Betäubung der Schlachttiere vorgenommen werden, wenn dies auf Grund zwingender religiöser Gebote oder Verbote einer gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaft notwendig ist und die Behörde eine Bewilligung zur Schlachtung ohne Betäubung erteilt hat. Demgegenüber stellt § 222 Strafgesetzbuch eindeutig klar: Wer ein Tier roh misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt (…) ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahre zu bestrafen.

„Ich lehne das Schächten generell ab. Tierquälerei darf aus Sicht des Tierschutzes niemals toleriert werden und darf auch nicht durch Bestimmungen im Tierschutzgesetz relativiert werden. Es handelt sich beim Schächten um grausame Tierquälerei, die in Österreich verboten werden muss“, fordert Darmann, der auch auf bereits durchgesetzte Verbote des Schächtens in vielen europäischen Ländern wie der Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweden, Dänemark, den Niederlanden oder Polen verweist.


Rückfragehinweis: Büro LR Darmann
Redaktion: Aichbichler