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Betriebliche Gesundheitsförderung: Pilotprojekt des Landes ausgezeichnet

18.10.2016
LH Kaiser und LHStv.in Prettner nahmen BVA-Gesundheitspreis für „Gesund@Land“ entgegen – Auch vier Kärntner Schulen unter Preisträgern

Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) vergibt jährlich den BVA-Gesundheitspreis für Dienststellen des Öffentlichen Dienstes, welche besondere Initiativen gestartet und beispielhaftes Engagement im Bereich der Gesundheitsförderung gesetzt haben. In der BVA-Landesstelle Kärnten in Klagenfurt wurde heute, Dienstag, das Amt der Kärntner Landesregierung für das seit März 2015 gestartete Betriebliche Gesundheitsvorsorge-Projekt (BGF) "Gesund@Land "ausgezeichnet. An ihm nehmen die Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen und Brücken) und die Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen teil. Seitens des Regierungskollegiums nahmen Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner den Preis entgegen.

„Diese Auszeichnung zeigt den Weitblick und die Nachhaltigkeit des Projektes“, stellte der Landeshauptmann fest. Als man 2013 die Regierungsverantwortung übernahm, habe er mit Gesundheitsreferentin Prettner die Ärmel hochgekrempelt. Als Verantwortungsträger sei man sich bewusst gewesen, dass Gesundheit etwas koste. „Wir haben aber auch gewusst, dass sich die Betriebliche Gesundheitsförderung lohnt und sowohl Dienstnehmer, Dienstgeber als auch die Personalvertretung, von der immer wieder Vorschläge aufgenommen wurden, Vorteile davon hat“, betonte Kaiser. Geht es nach dem Landeshauptmann sollen mittelfristig alle Dienstnehmer des Landes in das Projekt integriert werden.

„Wir sind ein Leitbetrieb in Kärnten und das Pilotprojekt ist unheimlich gescheit. Dass wir mit ihm einen Preis bekommen, macht mich stolz und unsere Rechnung ist aufgegangen“, zeigte sich Prettner erfreut über die Preisverleihung. Für die Gesundheitsreferentin ist Gesundheit die erste Pflicht im Leben. Ihr sei es ein großes Anliegen, Menschen darin zu unterstützen, dieser Pflicht nachzukommen bzw. nachkommen zu können. Der erwachsene Mensch verbringe einen Großteil seiner Zeit am Arbeitsplatz. Daher sei es zielführend, ihm auch am Arbeitsplatz die Möglichkeit zu geben, sein Gesundheitspotenzial zu stärken und sein Gesundheitsverhalten langfristig positiv zu verändern. „Jeder soll gerne in die Arbeit gehen. Das bringt für alle eine Win-win-Situation“, erklärte Prettner. „Der Preis sei auch Ansporn und Auftrag für das Land, auch künftig maßgeschneiderte, vielfältige und qualitativ gehaltvolle Gesundheitsanreize und Maßnahmen anzubieten“.

Landesamtsdirektor-Stellvertreter Markus Matschek als Vorsitzender der BGF-Steuerungsgruppe stellte erfreut fest, dass die Landesverwaltung diesmal ins Rampenlicht gerückt werde, was nicht so oft vorkomme. „Jedes Projekt ist so gut wie es von den betreffenden Personen umgesetzt wird. Die Betriebliche Gesundheitsförderung ist auch ein Organisationsentwicklungsprojekt für alle Kollegen, da das Land ein Dienstleistungsunternehmen ist“, meinte Matschek.

BGF-Projektleiterin Veronika Burger teilte mit, dass es bei der ersten Befragung in beiden Abteilungen eine Rücklaufquote von über 80 Prozent gegeben habe. „Partizipation braucht Kommunikation und Vertrauen, um den klaren Auftrag bzw. das Projekt durchführen zu können“, so Burger.

Die Dienststellenvertreter, Abteilungsvorstand Volker Bidmon, (Abteilung 9), Feldkirchens Bezirkshauptmann-Stellvertreter Robert Derhaschnig und ZPV-Obmann Gernot Nischelwitzer zogen ebenfalls ein positives Resümee. „Wir sind zufrieden, wenn es uns gelingt Kapazitäten dort hin zu bringen, wo Bedarf ist“, erklärte Nischelwitzer. Bidmon gab bekannt, dass die Mitarbeiter seiner Abteilung seit dem Projektstart viel mehr auf sich schauen würden. Zudem sei ein positives Kommunikations- und Betriebsklima geschaffen worden. Für Derhaschnig hat das Pilotprojekt für die Führungsebene interessante Einblicke gegeben. „Wir sind auf einem guten Weg. Die Mitarbeiterkommunikation wurde ausgebaut und wir arbeiten gerade einen Aufgabenkatalog ab“, berichtete Derhaschnig.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden vier Schulen. Das BRG Feldkirchen, die Fachberufsschule Wolfsberg und die Volksschulen Obermillstatt und Trebesing. In beiden Volkschulen ist die Gesundheitsförderung im Regelunterricht verankert.

Seitens der BVA wohnten Generaldirektor Gerhard Vogel, Kärnten Direktor Manfred Halbherr und der Vorsitzender des Landesstellenausschusses Kärnten, Helmut Treffer der Preisverleihung bei. Laut Vogel soll der eingeschlagene Weg der betrieblichen Gesundheitsförderung fortgesetzt werden. „Kärnten ist hier ein fruchtbares Gebiet“, stellte Vogel fest.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Prettner, Abteilung 9, BH Feldkirchen
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Helge Bauer